Der Achat kann auf eine Wertschätzung schon vor Tausenden von Jahren verweisen. Denn schon im Alten Ägypten wurden Schmuckstücke und Gefäße aus Achat gefertigt.  Über die Entstehung des Namens gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Es wird angenommen, dass der Ort der erstmaligen Entdeckung eines Achates der Fluss Achates (heute Dirillo) in Südwest-Sizilien gewesen sein könnte. Seine Bedeutung als Schmuck-und Heilstein wurde schon früh erkannt, und Scheiben des gestreiften Steines wurden sowohl bei den Griechen als auch den Ägyptern als Glücksbringer verwendet. Zeitweise glaubte man daran, dass der Achat seinen Besitzer unsichtbar machen, und so vor Blitz und Donner schützen könne.

Synonyme für Achat:

Agat, Agstein, Echiten, Onyx, Lagenstein, Adlerstein

Das Vorkommen des Achates

Vorkommen des Achates sind in aller Welt verbreitet. So auch in Deutschland, wo der Achat in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Bayern gefunden wurde. Auch das Saarland, Sachsen und Thüringen können auf Fundorte verweisen.

Die Vorkommen in Rheinland-Pfalz, genauer in Idar-Oberstein, sind heute erschöpft. Sie waren bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts für den Abbau freigegeben. Den Geschichtsbüchern zufolge hatte man dort seit dem 15. Jahrhundert nach verschiedenen Quarzen gegraben – die erste Achtschleiferei wurde 1548 urkundlich erwähnt. Für Aufsehen sorgte ein Achat mit einem Gewicht von 35 Tonnen, der in einer Düsseldorfer Ausstellung 1902 gezeigt wurde.

Weitere Vorkommen in Europa gibt es in Russland, Tschechien und Polen sowie Österreich, Island, Frankreich und Großbritannien. Eine große Bedeutung hat der Stein auch in mehreren Staaten Afrikas, wie Tansania, Namibia und Südafrika oder Marokko. Selbst in Nord-und Südamerika, Asien und Australien sowie Neuseeland sind Achate zu finden. Südbrasilien gilt als das Land mit dem größten Vorkommen weltweit.

Entstehung des Achats

Der Achat bildet sich in Hohlräumen von Gesteinen. Füllt er sie nicht vollständig aus, ist die korrekte Bezeichnung Druse, ist der Hohlraum völlig ausgefüllt, heißt es Mandel. Oft sind es Blasenräume in vulkanischen Gesteinen, die sich später mit verschiedenen Quarzen füllten. Zudem werden Achate auch in Fossilien entdeckt, wie versteinerten Bäumen. Wahrscheinlich ist die Voraussetzung für die Bildung gewesen, dass es feine Haarrisse in dem umgebenden Gestein gab, die sich immer wieder mit Wasser füllten, welches sich dann in einem langen Reifeprozess zu Quarz ausbildete.

Die charakteristischen Streifen, die den Achat so besonders aussehen lassen, entstehen durch verschiedene Varianten des Quarzes und Fremdeinlagerungen, die beispielsweise durch Chrom oder Eisen und Mangan gebildet wurden.

Eigenschaften des Achats

Die besondere Eigenschaft des Achats ist sein gestreiftes Aussehen, das ihn als Schmuckstein prädestiniert. Er hat eine Dichte von 2,6 bis 2,8 und einen Fett-bis Glasglanz. Im Gegensatz zu vielen anderen Edelsteinen ist er undurchsichtig bzw. nur dünn durchscheinend. Er ist nicht spaltbar.

Der Achat hat den Nachteil, dass er bei schnellem Temperaturwechsel rissig werden kann oder springt. Farbverbesserte Steine dieser Art können bei Wärmeeinwirkung fleckig werden. Dies geschieht unter Umständen bei der Verarbeitung zu Schmuck – besonders bei Hartlötungen.

Die Farbvarianten des Achats sind vielfältig. Er kann vorwiegend rot oder braun sein, orange bis gelb, oder auch gründlich-grau-weiß, graublau oder schwarz. Außerdem ist die Musterung sehr verschieden. Aufgrund der vielen verschiedenen Zeichnungen und Farben gibt es von diesem Stein nur Unikate. Diese werden in 70 verschiedenen Handelsbezeichnungen zusammengefasst, die jeweils für eine bestimmte Art der Zeichnung stehen, wie beispielsweise der Moos-Achat, der schwarze Mangandendriten enthält. Oder Schlagenhautachat, dessen Muster an Schlangenhaut erinnert.

Wirkungen des Achats

Die Wirkungen des Achats als Heilstein

Der Achat hat, wie viele andere Steine auch, eine heilende Wirkung. Er soll bei verschiedenen Krankheiten helfen, wie Magenbeschwerden oder Fieber, Augenleiden und der Trunksucht. Außerdem sagt man ihm eine unterstützende Wirkung für eine gesunde Schwangerschaft nach und Hilfe bei Schlangen- und Insektenbissen. Er soll die Haut und das Gehör schützen und bei Verletzungen des Ellbogens helfen.

Weiterhin wird er bei Schlafstörungen angewendet, um gute Träume herbeizurufen und vor Gefahren zu schützen. Die Stärkung von Zellgewebe und Blutgefäßen soll ebenfalls durch ihn zu unterstützen sein.

Seine heutigen Anwendungen beziehen sich sogar auf den Beauty-Bereich, denn er steht für eine bessere und reinere Haut.

Wirkungen auf Seele und Gefühle

Die Wirkung des Achats soll auch auf die Gefühlslage der Menschen Einfluss nehmen. So zum Beispiel auf die Linderung von Kummer bei Trennungen oder Schlafwandlerei. Er kann die Vitalität erhöhen und das Selbstbewusstsein steigern und bewahrt vor Depressionen. Durch das Besitzen und am Körper tragen eines Achats fühlen sich viele besser, von negativen Energien verschont, und insgesamt erleichtert. Besonders vor bösen Einflüssen schützen kann der blaue und grüne Achat.

Ein wichtiger Stein ist der Achat für den Stier und den Steinbock. Für Letzteren bringt der Stein Geborgenheit und Vertrauen. Dem Stier kann er helfen, Ziele zu verwirklichen. Als Nebenstein ist er den Sternbildern Fische und Skorpion zugeordnet, wobei er den Fischen Selbstbewusstsein und Geduld bringt.

Zudem wird dem Stein nachgesagt, dass er ein Gefühl von Behutsamkeit und Geborgenheit bringen kann und unterstützt.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Achat schützt vor allem Bösen, symbolisiert Reichtum und Glück und vertreibt Diebe. Außerdem wird dem Achat nachgesagt, dass er die Willenskraft stärken kann und für den Umgang mit anderen Menschen sensibilisiert sowie die Menschenkenntnis verbessert. Durch eine Unterstützung der analytischen Fähigkeiten führt er seine Besitzer zu praktischen Lösungen von Problemen. Wird er zusammen mit dem Bergkristall verwendet, kann das Erinnerungsvermögen gesteigert werden. Wer verbittert ist und emotionale Qualen leidet, kann sich mit dem Achat helfen. Zudem wird durch diesen Stein innere Anspannung abgebaut. Ein alter Mythos besagt, dass der Stein seinen Träger unsichtbar machen kann. Er gilt als einer der ältesten Edelsteine und war deshalb vor allen anderen Steinen dieser Art schon in römischer Zeit zu finden.

Die Verwendung des Achats

Vor allem seine schmückende Wirkung ist es, die den Achat zu seiner Berühmtheit brachte. Er wird gern als Schmuckstein verwendet, und dies nicht erst in der Neuzeit, sondern schon früher, als er vorwiegende zu Gemmen und Siegelringen, Kameen und Armbändern wurde, aber auch zu Messergriffen und Reibschalen, Mörsern und vielem mehr, das im täglichen Leben gebraucht wurde. Er wird noch heute in technischen Geräten vewendet. Seine Eignung als Schmuckstein ist über Jahrtausende erhalten geblieben.

Um seine psychische Wirkung zu nutzen, wird der Achat am besten auf dem Herzen aufgelegt. Für die Wirkung im gesundheitlichen Sinne soll er auf dem Bauch oder die schmerzende Stelle aufgelegt werden oder er wird zur Herstellung von Edelsteinwasser genutzt, welches dann getrunken wird. Die Herstellung des Heilwassers kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen: zum Beispiel durch übergießen mit heißem Wasser oder das Einlegen des Steines in Wasser für ein paar Stunden. Das Chakra des Achats sind vor allem das Halschakra sowie das Wurzelchakra.

Achat zum Kaufen

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