Der Aquamarin mit seinem kräftigen Hellblau ist einer der beliebtesten Schmucksteine. Sein Name kommt aus dem Lateinischen, wo Meerwasser mit „aqua marina“ bezeichnet wird. Der Name ist treffend gewählt; denn auch das Meer kann mal mehr bläulich oder grünlich erscheinen – genau wie der Stein.

Die Bedeutung des Aquamarins liegt in seiner langen Geschichte, in der er schon seit jeher als Schutz-und Heilstein verehrt wurde. Noch heute wird er als einer der bedeutendsten Heilsteine überhaupt gesehen. Ein Mythos sagt, dass dieser Stein Wahrheit und Lüge unterscheiden könne, indem er seine Farbe von hell nach dunkel verändere. Im Mittelalter erlangte er Bedeutung als Symbol der Keuschheit und galt als Schutz gegen die Seekrankheit. Eine Legende berichtet, dass er am wirkungsvollsten sei, wenn er ins Wasser gelegt wird und die Sonne hineinscheint.


Synonyme für Aquamarin

Edler Beryll, meergrüner Stein, Meerwasserstein

Das Vorkommen des Aquamarins

Es gibt viele Fundorte, an denen der Aquamarin abgebaut wurde oder wird. Bekannt sind derzeit rund 600. So in Südamerika, den USA, Großbritannien und Indien, Italien und Kenia, Madagaskar und Namibia oder auch Russland und Sri Lanka. Der als Beryll-Varietät eingestufte Stein kommt auf allen Kontinenten außer der Antarktis vor. Bedeutend, vor allem für den Abbau der Schmucksteine, ist Brasilien. Im Jahre 1910 wurde der bis dahin größte Kristall der Welt gefunden – ein Aquamarin. Er stammt aus dem brasilianischen Marambaia und hatte ein Gewicht von rund 110 Kilogramm, was 520.000 Karat entspricht. Er war 48 cm lang und ist nicht in ganzer Größe erhalten, sondern wurde in mehrere kleine Kunstwerke zerteilt. Überholt wurde dieser Stein 1992 durch den Fund im brasilianischen Minas Gerais, der mehr als einen Meter lang und 400 kg schwer war. Einige große Aquamarine, die gefunden wurden, bekamen eigene Namen und werden in Ausstellungen und Museen gezeigt, wie der „Marta Rocha“, ein Aquamarin, der Mitte der 50er Jahre gefunden wurde und nach der damaligen Miss Brasilien benannt wurde.

Entstehung des Aquamarins

Aquamarin entsteht aus dem Mineral Beryllium, welches sehr selten ist. Wenn sich dieses mit Aluminium, Silizium und Sauerstoff verbindet, entsteht auf hydrothermalem Weg dieser Stein.

Die Aquamarine werden in Pegmatiten entdeckt, einer grobkörnigen Varietät eines magmatischen Gesteins. Sein farbgebendes Element ist Eisen, welches mit im Gestein eingeschlossen wurde. Sind die Aquamarine sehr grünstichig, können sie durch eine Behandlung mit Wärme von über 400 Grad Celsius zu ihrer üblichen meerblauen Farbe gebracht werden.

Eigenschaften des Aquamarins

Die herausragende Eigenschaft des Aquamarins ist seine Farbe – ein intensives und doch helles Blau, mitunter auch als grünblau angegeben. In der Natur ist diese Farbe nur selten zu finden und daher wird sie oft durch Hilfsmittel an Steinen minderer Qualität versucht nachzubessern. Dies geschieht mit einer Erwärmung zwischen 400 und 450 Grad Celsius. Der Unterschied, ob ein Stein durch Brennen seine Farbe erlangte oder von Natur aus so war, ist kaum zu erkennen.

Die sogenannte Strichfarbe des Steines ist weiß, wie bei vielen anderen Edelsteinen auch. Er hat eine durchsichtige bis durchscheinende Transparenz und einen Glasglanz. Es ist keine direkte Spaltbarkeit gegeben, weshalb er gut als Schmuckstein bearbeitet werden kann. Die Härte wird mit 7,5 bis 8 auf der 10 Punkte umfassenden Skala angegeben.

Wirkungen des Aquamarins

Wirkungen des Aquamarins als Heilstein

Der Aquamarin wird bei Problemen mit den Augen angewendet. Die Sehkraft wird angeblich bei Kurz-und Weitsichtigkeit gestärkt. Er soll auch bei Beschwerden mit Magen und Darm helfen und sich gut mit anderen Steinen kombinieren lassen, wie zum Beispiel Bernstein, mit dem er bei allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen Linderung verspricht. Der Stein hilft, sich Ausdauer und Geduld sowie Durchhaltevermögen anzueignen. Überreaktionen des Immunsystems werden gelindert, und Autoimmunerkrankungen ebenso. Eingesetzt wird der Aquamarin außerdem bei Bandscheibenproblemen, Ellbogenentzündungen, Zahnschmerzen, Leberschäden und sexueller Unlust.

Bei Halsschmerzen hilft es, wenn heißes Aquamarin-Wasser mit Kamille und Zitrone getrunken wird. Dieser Sud kann auch auf müde Augen aufgelegt werden. Der Stein an sich sollte dauerhaft am Körper getragen werden – als Schmuck oder auch als reiner Stein.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Der Aquamarin wird oft den Sternzeichen Fisch und Wassermann zugeordnet, seltener der Waage. Die dazugehörenden Planeten sind Venus und Saturn. Der Stein soll Kraft geben und helfen, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Als Begleiter auf Reisen ist er ein Glücksbringer und Hüter der Gesundheit. Der Aquamarin gilt als Stein für Verliebte, da er für eine glückliche Heirat steht. Er hilft bei Aufregungen und Depressionen und kann Ängste jeder Art vertreiben.

Wirkungen für den reinen Geist

Ein besseres Selbstwertgefühl soll der Stein bringen und das Selbstbewusstsein steigern. Mit Gelassenheit in die Zukunft zu sehen ist ebenfalls ein Wunsch, den der Stein hilft zu erfüllen. Zudem trägt er dazu bei, strukturiert zu denken und komplexe Probleme einfach zu lösen. Er sorgt für Weitsicht und Hellsichtigkeit, macht erfolgreich und dynamisch. Er verjüngt Aura und Seele und macht begeisterungsfähig. Zudem hilft er, wenn Liebe und Treue in Gefahr sind. Außerdem soll mit dem Aquamarin das geistige Wachstum gefördert werden. Er wirkt zudem regenerierend. Einer Legende zufolge macht er scharfsichtig gegen drohendes Unheil und der Stein wird schwarz, wenn sein Träger einen Meineid schwört.

Verwendungen des Aquamarins

Die Anwendung des Heilsteines ist einfach. Er wird möglichst direkt auf der Haut getragen. Auch mit kalkarmen Wasser in einem Glaskrug kann er helfen, denn er überträgt dann seine heilenden Kräfte auf das Wasser, welches getrunken wird. Man sagt dem Aquamarin nach, dass er stark mit dem Wasser verbunden sei und daher auch besonders gut helfe, wenn man das Heilsteinwasser trinkt. Der Aquamarin wirkt auf dem Halschakra, kann aber auch auf dem Herzchakra Anwendung finden. Möglich ist auch eine Meditation mit Aquamarinen. Diese soll Klarheit und Begeisterung fördern.

Eine große Bedeutung hat der Aquamarin als Schmuckstein. Er wird dafür in verschiedenen Arten geschliffen. Besonders tiefblaue und feine Steine tragen den Namen „Santa Maria“, benannt nach einer Mine in Brasilien. Ebenfalls als sehr hochwertig bekannt sind die ähnlichen „Santa-Maria-Africana“-Aquamarine aus Mosambik.

Eher minderer Qualität sind die „Maxix-Aquamarine“ aus einer gleichnamigen Mine in Brasilien. Diese sind nicht farbbeständig und bleichen in der Sonne aus. Deshalb werden sie mit radioaktiver Bestrahlung farbbeständiger gemacht. Sie müssen allerdings laut der Bestimmungen als behandelt deklariert werden.

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