Der Chalcedon, oder auch Chalzedon geschrieben, ist eine Varietät des Quarzes. Der Name wird auch als Oberbegriff für viele faserige Formen des Quarzes benutzt. Der Name ist bekannt, seit er von Plinius dem Älteren benutzt wurde. Das war um 77 n.Ch. Dabei wird der Stein als Jaspis-Art genannt. Der Name wird der Stadt Kalchedon, gelegen in Bithynien (heute Türkei), zugeschrieben. Allerdings gibt es zwischen beiden keine offensichtliche Verbindung. Heute ist er als Heilstein und Schmuckstein bedeutend.


Synonyme für Chalcedon

Mondstein, Milchstein, Jasponix, Quarzin, Massik, Zoesit, kalifornischer Mondstein, Staarstein, Beekit, Pseudoquarzin, Katzedonier

Das Vorkommen des Chalcedons

Der Chalcedon kommt relativ häufig weltweit vor. So zum Beispiel in der Türkei und Indien sowie in Namibia, wo er vorwiegend bläulich ist, (in der Türkei aus Rosa), rötlich in Indien sowie Russland, dunkelgrün in Brasilien und Frankenstein (Niederschlesien/Polen), sowie in Sachsen, Tirol, Böhmen und auf Sizilien. Weitere Vorkommen sind bekannt in Brasilien, Madagaskar, Marokko und Uruguay. In Deutschland ist er in Freiberg im Erzgebirge zu finden.

Entstehung des Chalcedons

Zusammen mit Quarzin und Mogánit bildet sich Chalcedon nahe der Oberfläche in Spalten und Hohlräumen basischer wie saurer Magmatite. Ebenso kommt der Stein in Spalten metamorpher Gesteine vor oder auch in versteinertem Holz und ähnlichen Sedimenten. Wahrscheinlich wurden für die Bildung Temperaturen zwischen 25 und 200 Grad Celsius benötigt.

Eigenschaften des Chalcedons

Das Chalcedon ist bläulich-grau bis farblos. Durch Verunreinigungen gibt es auch andere farbliche Varianten, wie rötlich, grün oder bräunlich. Das Kristall ist etwas durchscheinend und trüb und hat einen wächsernen bis gläsernen Glanz. Die Härte beträgt 6,5 bis 7 – was fast dem Quarz entspricht. Rötlich-braune Exemplare sind auch als „Karneol“ bekannt, Grüne unter der Bezeichnung „Chrysoprase“; diese entstehen durch Nickeloxid. Sind sie künstlich gefärbt, tragen sie auch den Namen „grüngebeizter Achat“. Die Strichfarbe ist weiß. Wird der Stein zu lange in der Sonne gelagert, kann er verblassen oder grau werden. Deshalb sollte er nicht zu lange UV-Licht ausgesetzt sein. Die Kristalle sind nieren- oder traubenförmig. Der Stein kann nicht gespalten werden – die Härte beträgt 7 bei einer Dichte von 2,6. In Fluorwasserstoffsäure ist Chalcedon löslich.

Wirkungen des Chalcedons

Wirkungen des Chalcedons als Heilstein

Dem Stein wird eine vielfältige Heilwirkung bescheinigt. Er soll direkt auf der Haut wirken oder nachts unter dem Kopfkissen liegen. Dort schützt er vor allem vor Albträumen und Schlafstörungen. Vor allem in der Verbindung mit einem Bergkristall soll er wärmen und wohltuend für den Körper sein. Er sollte nicht in Verbindung mit einem Azurit angewendet werden, da dieser ähnlich stark ist. Der Stein hilft bei Problemen mit der Lunge sowie im Hals- und Rachenbereich. Er wird zuweilen „Rednerstein“ genannt, weil er eine wohltuende und starke Stimme verleiht. Infekte und Entzündungen klingen schneller ab, wenn diese von einem solchen Stein begleitet werden. Seine positive Wirkung auf Hormone und Milchdrüsen macht ihn ebenfalls bekannt. Er wird angewendet bei Wetterfühligkeit und Augenleiden, wirkt auf die Schilddrüse und auch gegen Krampfadern. Die Bildung von roten Blutkörperchen wird positiv beeinflusst, und er regt die Lymphtätigkeit an. Gern mögen ihn Menschen mit hohem Blutdruck, da er dagegen nicht nur helfen kann, sondern auch kühlend wirkt, was Betroffene als angenehm empfinden.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Der Halbedelstein steht für das Hals-Chakra, doch er kann auch in das 3. Auge eindringen, wenn er in Verbindung mit dem Amethyst auftritt. Zudem unterstützt er Zwilling-Geborene, fördert bei Krebs-Geborenen die Reinheit des Herzens und beim Schützen die Gelassenheit. Er kann aber auch von allen anderen Sternzeichen genutzt werden. Die allgemeinen, auch seelischen Störungen in den Wechseljahren begleitet er wohltuend. Zudem hilft er gegen Nervosität und Stottern. Gegen Letzteres wird er auch gern bei Kindern angewendet, was problemlos möglich ist, da es keinerlei Nebenwirkungen gibt.

Wirkungen für den reinen Geist

Die Wirkung des Chalcedons war schon früher bekannt; deshalb wurden daraus Gemmen geschnitzt, die dann für Reichtum und Schönheit standen. Bei den Tibetern wurde der Stein mit der Schönheit einer Lotosblüte verglichen. Er soll Schwäche, Schwermut und Unzufriedenheit von dem Menschen nehmen, dem er gehört. Der Stein wirkt auf die geistige Beweglichkeit und sorgt für bessere Reaktion auf Veränderungen. Er vermittelt ein positives Lebensgefühl und gibt Gelassenheit. Deshalb hilft er auch gegen Hemmungen und Lampenfieber.

Verwendungen des Chalcedons

Der Halbedelstein Chalcedon wird vor allem in der Schmuckindustrie geschätzt. Kameen und Siegelsteine werden daraus gefertigt, sowie jede andere Art von Schmuck. Außerdem Gebrauchsgegenstände, die auch unter Antiquitäten zu finden sind und beweisen, dass diese Art der Verwendung schon früher üblich war. Große Exemplare werden bzw. wurden in der Architektur genutzt, für Tischplatten und vieles andere. Sehr gut geeignet ist der Chalcedon auch für Gravuren.

Zudem nutzbringend soll der Stein sein, wenn das Heilwasser getrunken wird, das mit dem Stein hergestellt wird. Der Chalcedon wird gern als Heilstein angewendet und kann diese Eigenschaft auch erfüllen, wenn er als Anhänger an der Kette getragen wird.

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