Der Diamant ist der wohl berühmteste und bekannteste Schmuckstein überhaupt. Er ist die kubische Modifikation von Kohlenstoff und kommt als Mineral vor.

Das Wort Diamant wird einem lateinischen Ursprung zugesprochen – „adamas“ – unbezwingbar. Dass der Diamant als sehr wertvoll angesehen wurde, was schon bei den alten Römern üblich. Die Bedeutung des Diamanten als Werkzeug ist ebenfalls nicht neu. Schon Plinius der Ältere berichtete darüber. Bearbeitet wurden die Diamanten erst seit dem 13. Jahrhundert. Heute sehr bedeutend ist der Diamant als Schmuckstein, besonders im Brillantschliff, der aber erst vor ca. 100 Jahren entwickelt wurde.

Synonyme für Diamanten

Diamas, Iras, Rautenstein, Spitzenstein, Adamas

Das Vorkommen des Diamanten

Erste Funde gab es wohl im 4. Jahrtausend vor Christus in Indien. Lange wurde Asien als einzige Heimat von Diamanten angesehen. Doch im 18. Jahrhundert wurden die Vorkommen dort weniger und als ein Portugiese auszog, um Gold in Brasilien zu suchen, entdeckte er dabei den ersten außerasiatischen Diamant. Schon kurz darauf nahm Südafrika die Stellung des Hauptlieferanten ein. Deutsch-Südwestafrika folgte als nächstes entdecktes Vorkommen, und 1955 gelang es zum ersten Mal, einen Diamant künstlich herzustellen. Auf dem Meeresgrund wurden 1961 zum ersten Mal Diamanten gefunden. Russland gilt heute als weltweiter Hauptlieferant der Edelsteine.

Inzwischen gibt es auf allen Kontinenten Vorkommen von Diamanten, von denen die größten im Kongo und in Sierra Leone, Australien, Kanada und Brasilien sowie Russland, Südafrika, Namibia, Angola und Botswana liegen. Derzeit sind rund 700 Fundorte bekannt. Sogar in Deutschland wurden schon Diamanten gefunden, und zwar am Nördlinger Ries und in der Nähe von Forchheim.

Aktuell werden weltweit rund 20 Tonnen pro Jahr gefördert, was aber nur 20 % des industriellen Bedarfs deckt. Deshalb steigt die Nachfrage nach synthetisch hergestellten Diamanten an.

Der größte je gefundene Diamant war der Cullinan mit einem Rohgewicht von über 3.000 Karat, der 1905 in Südafrika gefördert wurde. Daraus wurden 105 Steine gespalten, wovon die 9 Größten Teil der britischen Kronjuwelen sind.

Entstehung des Diamanten

Für die Entstehung eines Diamanten sind hoher Druck und hohe Temperatur erforderlich. Daher bilden sich diese Steine nur in einer Tiefe von 150 bis 600 Kilometern unter der Erdoberfläche bei Temperaturen zwischen 1200 und 1400 Grad Celsius. Dazu muss Kohlenstoff vorhanden sein, da sich der Diamant hieraus bildet. Daraus ergibt sich auch die relative Seltenheit von Diamanten, denn Kohlenstoff kommt in der Erde recht selten vor.

Eigenschaften des Diamanten

Der Diamant bildet meist Kristalle, die in Form von Oktaedern, aber auch –seltener- als Tetraeder, Dodekaeder oder Würfel vorkommen. Diese sind farblos und transparent. Durch Verunreinigungen können die Diamanten farblich daherkommen, zum Beispiel orange oder rosa, rötlich oder blau, grau bis schwarz.

Der Diamant ist der härteste natürliche Stoff der Welt. Daher hat er in der entsprechenden Skala auch die 10 inne – den höchsten Wert. Da die Härte aber in verschiedenen Kristallrichtungen unterschiedlich ausfällt, kann sogar Diamant mit Diamant geschliffen werden. Dabei wird Diamantpulver auf die Schleifscheibe aufgebracht, sodass es Kristalle in verschiedene Richtungen aufweist. So wirken immer die härtesten auf den zu schleifenden Diamanten.

Ein Diamant besitzt eine hohe Lichtbrechung und hohe Dispersion. Er hat zudem die höchste Wärmeleitfähigkeit aller Minerale. Das Gewicht wird nicht in Gramm oder einer anderen üblichen Gewichtseinheit angegeben, sondern in Karat. Ein solches entspricht dabei genau 0,2 Gramm. Die Bewertung von geschliffenen Diamanten erfolgt jedoch nicht nur anhand von Größe bzw. Gewicht, sondern auch nach Farbe, Reinheit und Schliff.

Wirkungen des Diamanten

Wirkungen des Diamanten als Heilstein

Laut Hildegard von Bingen kann ein Diamant im Mund das Hungergefühl verringern. Bei Gicht oder Schlaganfall hilft es, einen Diamanten für einen Tag in Wasser oder Wein zu legen und dieses danach zu trinken. Ebenso nützt der Diamant bei Gelbsucht. Der Diamant wirkt auf Gehirn, Magen, Darm und Nerven. Der Heilstein wird eingesetzt bei Blasen-und Nierenerkrankungen, Herz-und Kreislaufschwächen bis hin zu Gleichgewichtsstörungen, entgiftet Gefäße und fördert die Sehkraft. Außerdem kann er bei Schmerzen helfen, wie Kopfschmerzen, Hexenschuss, Knieschmerzen und Problemen mit der Bandscheibe.

Zudem hilft der Diamant bei brüchigen Nägeln, Zahnfleischentzündungen, Schilddrüsenunterfunktion und Schlafstörungen. Selbst bei Epilepsie kann er helfen.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Der Diamant steht für die Unbezwingbarkeit sowie Schönheit und Kraft. Er gibt seinem Träger Willenskraft, Selbstbewusstsein und einen starken Charakter. Krankheiten, die seelische Ursachen haben, können durch den Diamanten erkannt und bewältigt werden. Er sorgt zudem für weniger Eifersucht. Die Sternzeichen des Diamanten sind Löwe und Steinbock, Wassermann, Stier und Waage. Der Steinbock hat mit einem Diamanten eine bessere Einsicht, der Löwe Nachsicht und Einsicht. Für den Wassermann bringt er Beständigkeit und Ausdauer, dem Stier höhere Grundsätze und die Waage erhält bessere Erkenntnisse.

Der Diamant unterstützt die Besserung bei Antriebslosigkeit und Energiemangel, Erschöpfung und schwachem Erinnerungsvermögen. Auch gegen Willenlosigkeit und Mutlosigkeit soll er helfen. Er fördert die Verbindung zwischen Seele und Körper und das Bewusstsein für sich und andere.

Wirkungen für den reinen Geist

Ein Diamant schenkt geistige Freiheit, denn er sorgt für klare Gedanken. Einsicht und Lernfähigkeit werden vom Diamanten unterstützt, und er ist in der Meditation von hoher Wirksamkeit. Das Kronen- und das Scheitelchakra werden vom Diamanten unterstützt. Zudem kann er auf Hals- und Herzchakra wirken. Auch wird dem Diamanten nachgesagt, alle Chakren in Einklang zu bringen.

Allerdings wird dem Diamanten auch unterstellt, dass er hochmütig und eingebildet werden lässt. Andererseits vermittelt er Einsicht und Respekt. Wird ein Diamant getragen, hat man sich einen strengen Lehrer ausgesucht, der keinen Missbrauch der Macht erträgt.

Verwendungen des Diamanten

Der Diamant ist als Talisman beliebt, und das schon seit Jahrtausenden, denn schon in den ersten Jahren nach dem Bekanntwerden des Steins sagte man ihm magische Kräfte nach. Das hat sich bis heute gehalten.

Die berühmteste Verwendung von Diamanten ist die als Schmuckstein. Seine hohe Lichtbrechung und der starke Glanz sind einmalig. Diese Brillanz durch die vielen Lichtreflexionen ist unerreicht und wird durch geschickten Schliff hervorgerufen. Dieser wird inzwischen sogar computergesteuert berechnet. Allerdings ist nur rund ein Viertel der geförderten Diamanten als Schmuckstein geeignet und von entsprechender Qualität. Seit etwa dem 14. Jahrhundert gibt es Schmuck mit geschliffenen Diamanten, die zunächst im sogenannten Rosenschliff gearbeitet waren. Heute ist die Bearbeitung mittels Lasers möglich. Damit lassen sich beispielsweise auch dunkle Einschlüsse entfernen. Für eine komplette Farbveränderung des Steins ist seit den 60er Jahren eine Bestrahlung im Kernreaktor möglich. Graue oder gelbliche Steine können so zu blauen oder grünen Exemplaren werden.

Die häufigste Umwandlung eines Diamanten höchster Güte ist die in einen Brillanten. Dies erfolgt durch den bereits erwähnten, besonderen Brillantschliff.

Außer als Schmuck von großer Bedeutung sind Diamanten für die Industrie bzw. die Herstellung diverser Werkzeuge.

Als Heilstein kann der Diamant helfen, wenn er als Schmuckstück getragen, das Edelsteinwasser auf nüchternen Magen getrunken, oder der Stein auf die Stirn gelegt wird.  Auch kann man ihn im Mund lutschen oder mit Pflaster auf die Haut kleben.

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