Der Hämatit – der Metallstein

Namensgebung und Bedeutung

Das Mineral Hämatit ist auch als Eisenglanz bekannt, weil es so metallisch aussieht. Der Name hat seinen Ursprung in der griechischen Sprache, wo  „haima“ so viel wie Blutvergießen heißt, was wohl auf die rötliche Farbe, die der Stein nach einiger Zeit hat, hinweisen soll. Dass der Hämatit auch Blutstein genannt wird, dürfte die gleiche Ursache haben und ist seit dem 16. Jahrhundert im deutschen Sprachraum bekannt. Außerdem entsteht beim Bearbeiten ein ebenfalls roter Fluß des Wassers.

Veraltet wurde der Stein Hämatit auch „Spiegelstein“ genannt. In der Antike hatte er diesen Namen erhalten, weil er wohl wegen seines metallischen Glanzes poliert und als Spiegel benutzt wurde. Hämatit-Pulver wurde schon in 80.000 Jahre alten Grabstätten gefunden. Ein alter Untertageabbau in Griechenland soll auf einen Abbau ungefähr 20.000 Jahre v.Christi hinweisen. Auch konnte bewiesen werden, dass die Etrusker auf der Insel Elba Hämatit abgebaut haben.

Im bayrischen Fichtelgebirge ist der Hämatit-Bergbau um 1300 belegbar.

Synonyme für Hämatit

Specularit, Roteisenstein, Roteisenerz, Eisenglanz, Ematites, Flusseisenstein, Iserin, Roterz, Rötel, Sanguin, Schwarzer Diamant,  Spiegelerz

Das Vorkommen des Hämatits

Der Hämatit kommt in verschiedenen Kristallformen vor. Diese sind meist mehrere Zentimeter groß. Außerdem kann es Mineral-Aggregate aus Hämatit geben, die rossetten-oder traubenförmig sind. Der Stein kommt in sedimentären Lagerstätten vor; außerdem als Gangmineral. Als häufige Begleitminerale gelten Geothit, Siderit und Ilmenit. Riesiger Vorkommen sind in der Ukraine bekannt, in Brasilien und in den USA. Auch in Deutschland kommt Hämatit vor. Besonders reiner Hämatit wurde schon im Mittelalter im Thüringer Wald nahe Suhl abgebaut. Die Erze, die man hier fand, waren gut geeignet für die Büchsenmacherei, welche in Suhl eine lange Tradition hatte. Hessen und der Harz sowie das Erzgebirge haben ebenfalls Hämatit zu bieten.

Andere Gebiete in Deutschland sind Siegerland und Bayern sowie in Österreich die Gemeinde St.Johann im Pongau. Weltweit ist Hämatit sehr verbreitet – es sind rund 14.000 Fundorte bekannt.

Eine hohe Eisenerzkonzentration findet man in Deutschland im Lahn-Dill-Gebiet, wobei die größten Lagerstätten in Brasilien zu finden sind. Auch Australien und Grönland hat ähnlich große Vorkommen zu bieten.

Entstehung des Hämatits

Der Hematit gilt als häufigste Form des Eisenoxids. Er bildet sich in Magma oder auch durch Oxidation von Magnesit. Vor allem in trockenen und heißen Klimazonen entsteht der Hämatit durch Dehydrierung der ursprünglich gebildeten Eisenhydroxide. Außerdem kommt es vor, dass Hämatit durch Oxidation der oberen Teile von Magnetitlagerstätten gebildet wird, wobei auch hier heißes Klima Voraussetzung ist. Dabei verwandelt sich Magnetit in Hämatit. Oberflächliche Verwitterungen und Auslaugungen von siderithaltigem Kalkstein in Nordafrika führten ebenfalls zu großen Hämatitlagerstätten.

Eigenschaften des Hämatits

Der Hämatit, wenn er frisch gebrochen wurde, sieht stahlgrau bis schwarz aus. Außerdem hat er einen starken metallischen Glanz, der ihm den Beinamen Eisenglanz einbrachte. Nach einiger Zeit laufen die Oberflächen bunt an; bei Verwitterung werden sie mattrot.

Der Stein ist undurchsichtig und scheint rötlich, wenn er in sehr dünnen Blättchen gegen das Licht gehalten wird. Die Strichfarbe ist Blutrot; auch das Schleifwasser beim Bearbeiten hat diese auffällige Farbe. Der Hämatit hat eine Härte zwischen 5 und 6 und eine Dichte von 5,26. Es sind Fremdbeimengungen von Magnesium und Titan möglich. Hämatit gilt als nicht in Säure löslich; ist er zu Pulver zersetzt, kann er in Säuren extrem langsam aufgelöst werden.

Wirkungen des Hämatits

Wirkungen des Hämatits als Heilstein

Bei Blutkrankheiten wird der Hämatit als Heilstein eingesetzt. Es werden ihm verschiedene Wirkungen auf das Blut nachgesagt, wobei er auch als Schutzstein für Bluter gelten soll. Nicht angewendet werden sollte der Hämatit dagegen bei Entzündungen aller Art. Der Stein kann Wunden schneller verschließen und hilft bei verschiedenen Beschwerden. So beispielsweise während der Menstruation, bei Problemen mit Nieren und Lunge, fördert die Genesung in jeder Hinsicht und hilft bei Augenleiden.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Der Hämatit fördert die Vitalität und Dynamik. Er kann Willenskraft und auch Tatkraft unterstützen. Wer nicht so gut mit Spontanität aufwarten kann- der sollte sich dieses Steines bedienen. Verstärkt nimmt man dann das Leben in die eigene Hand, und Neider können besser erkannt und in ihre Schranken verwiesen werden. Seelische Leiden, die bis zu körperlichen Krankheiten ausarten können, werden von diesem Stein geheilt. Magnetische Blockaden um uns herum werden gelöst, und Strahlungen ferngehalten.

Widder-Geborene können dank des Steines in allen Lebenslagen das rechte Maß einhalten und beim Skorpion sorgt er für Ausgleich und Kompromissbereitschaft. Ebenfalls zugetan ist er dem Wassermann.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Stein wird dem Wurzelchakra zugeordnet. Er soll negative Einflüsse und Unglück jeder Art abwenden sowie verborgene Kräfte mobilisieren.

Der Hämatit vermag, um uns herum einen Schutz aufzubauen, sodass wir ruhiger und auch zielbewusster leben. Bei Meditationen lässt er andere Edelsteine besser wirken.

Man sagt dem Stein nach, dass er uns beim Träumen vor kommenden Gefahren warnt, und als Talisman besonders wirksam ist. Das Edelsteinwasser kann auch dazu dienen, müde Augen damit zu betupfen – das macht frisch und munter.

Verwendungen des Hämatits

Im reinen Zustand enthält Hämatit 70 % Eisen und ist daher das wichtigste Eisenerz. Außerdem wird es als Poliermittel verwendet. In einem bestimmten Lack verarbeitet, ist Hämatit ein hervorragender Korrosionsschutz, der an Brücken und anderen großen Bauwerken aus Metall gern eingesetzt wird.

Zudem wird Hämatit als Pigment eingesetzt – und das schon zur Altsteinzeit. Es ist ungiftig und war daher schon früher für Höhlenmalereien und Körperbemalungen ideal. In Namibia wird es zur Körperpflege eingesetzt. Im künstlerischen Bereich kann Hämatit gepresst werden und als Stiftminen Verwendung finden. Rötelstifte sind weich und färben gut. Mit dem Pigment werden noch heute Keramiken bemalt und die Wolle für Teppiche gefärbt. Skulpturen werden ebenfalls aus Hämatit gefertigt.

Auch in der Fotografie ist Rötel von Interesse – denn es trocknet lichtundurchlässig auf und ist wieder abwaschbar.

Nicht zuletzt ist der Hämatit ein beliebter Schmuckstein. Durch eine Politur kommt sein extremer Metallglanz erst richtig zur Geltung. Allerdings ist Hämatit spröde und bricht daher leicht. In Babylon und im Alten Ägypten wurde Hämatit als Schmuck und vor allem als Amulett verarbeitet. Dabei wurden Szenen aus der Götterwelt hineingeschnitten.

Als Heilstein hat Hämatit die o.g. Wirkungen. Dabei soll er auf die Haut gelegt werden. Auch Hämatitwasser auf nüchternen Magen hat eine gute Wirkung; ebenso, den Stein unter das Kopfkissen zu legen.

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