Kaum ein „Schmuckstein“ dürfte so oft kopiert werden wie eine Perle. Der feste, fast immer vollkommen runde Körper aus Perlmutt wächst in Muscheln und hat eine große Bedeutung in der Schmuckindustrie. Die Bedeutung von Perlen ist aber schon vor Jahrtausenden belegt, wie eine Grabbeigabe etwa 5000 Jahre v. Christi oder Überlieferungen aus der Zeit um 2200 v.Ch. eindeutig belegen. Die hohe Bedeutung und Wertschätzung von Perlen war im gesamten Altertum üblich, so auch in Persien und Indien. Ebenso ist belegt, dass Römer und Griechen Perlen ebenfalls als hoch begehrt einschätzten. Die „Früchte des Meeres“ sind äußerst symbolträchtig: sie stehen in China als Zeichen für Weisheit, Würde und Wohlstand, in Japan für Glück und in Indien für Kinderreichtum. Außerdem ist die Perle immer wieder ein Symbol für Tränen.

Synonyme für Perlen

Tränen des Meeres

Das Vorkommen der Perlen

Die größten Funde von echten Perlen hatte in den vergangenen Jahrhunderten Russland. Weitere Länder, in denen natürliche Perlen gefunden werden, sind Japan und China, Birma und Australien, Polynesien und Sri Lanka. Außerdem gibt es Fundstellen im Golf von Mexiko, in Europa, in der Karibik und dem Persischen Golf.

Entstehung der Perlen

Die Perlen entstehen auf natürlichem Weg, wobei dieser nicht ganz geklärt ist. Es gab in früherer Zeit die Annahme, dass ein in die Muschel eingedrungenes Sandkorn sich zur Muschel weiterentwickeln würde, aber dies wird heute weitestgehend wissenschaftlich verworfen. Heutige Forscher haben die Theorie aufgestellt, dass Epithelzellen durch Einbohrungen von Parasiten in die Tiefen der Muschel verschleppt werden und dort Zysten bilden. Die Perle an sich besteht aus Calciumcarbonat, das Material der Schale, das schichtenweise eine Perle bildet.

Eigenschaften der Perle

Die kristalline Struktur der Perle besteht zu etwa 90 % aus Calciumcarbonat, dem sogenannten Aragonit. Perlen sind widerstandsfähiger als Perlmutt und haben eine Härte von 3,5 bis 4. Da sie in Schichten wachsen, hat eine durchtrennte Perle eine ähnliche Maserung wie eine Baumscheibe. Das Besondere an einer Perle, ihr Glanz (Lüster), ergibt sich durch Lichtreflexion- und Brechung an den Wassermolekülen im Material. Da diese Wasseranteile regelrecht austrocknen können, altert die Perle. Je nach Lebensraum und Wassertemperatur der Muschel ändert sich die Farbe der Perle. Sie kann weiß aber auch gelb sein, rosa oder grau.

Wird die Perle bearbeitet, kann sie in allen Farben gefärbt werden. Jedoch ist die Perle weder beständig gegen Laugen noch gegen Säuren und verträgt auch keine große Hitze. Die Perlen sind in schwarz, grün, blau und rot sowie gelb und weiß erhältlich.

Wirkungen der Perle

Wirkungen der Perle als Heilstein

Die Perle soll eine positive Wirkung auf Allergien haben.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Die Perle hat angeblich eine positive Wirkung auf die Lebenserfahrung. Sie hilft, mit Problemen besser umzugehen und deckt Traumata auf. Mit der Unterstützung einer Perle kann man mit Enttäuschungen und Trauer besser umgehen.

Entgegen aller anderen Heilsteine war Hildegard von Bingen von der Heilkraft der Perlen nicht überzeugt, da diese durch ein Tier hervorgebracht werden, dass sich ihrer Meinung nach von Unrat ernährt.

Wirkungen für den reinen Geist

Einer Perle wird nachgesagt, geistiges Wachstum zu fördern. Außerdem sollen Perlenketten die Intuition steigern und vor Gefahren warnen. Besonders gut wirkt die Perle auf das Solarplexus Chakra. Auch sind sie zur Meditation geeignet, da sie dabei die Seele reinigen. Als Hauptstein begleitet die Perle die Krebs-Geborenen. Der Stein soll vor Depressionen bewahren und ausgleichend wirken. Die schwarze Perle ist dem Steinbock zugeordnet und steigert seinen Erfahrungsschatz.

Verwendungen der Perle

Die Perlen sind unersetzlich für die Schmuckindustrie. Da sie vielfach kopiert werden, gibt es verschiedene Richtlinien. Als echte Perle dürfen demnach nur solche bezeichnet werden, die vollkommen natürlich gewachsen sind. Es existieren dafür auch die Bezeichnungen „Orient-Perle“ oder natürliche Perle. Wird eine Perle von Menschen in den Muschelkörper gesetzt, wo sie wächst und schließlich entnommen werden kann, heißen diese „Zuchtperlen“ oder „Kulturperlen“.  Für ihr Wachstum braucht die Perle unter diesen Umständen zwei bis drei Jahre.

Um sie als Schmuckperle zu verwenden, gibt es einige Kriterien der Beurteilung. Das ist vor allem die Form, des Weiteren die Größe und der Lüster, Farbe und Typ, Oberflächenqualität und Stärke des Perlmutts. Für den Preis von Wichtigkeit sind vor allem Lüster und Oberflächenqualität. Um diese zu beurteilen, wird eine Perle bei Tageslicht auf einem grauen Untergrund begutachtet. Außer der Kugelform sind noch elliptisch gewachsene Perlen bekannt, doch es gibt sie auch tropfenförmig, oval und geringt oder ungleichmäßig (barock). Die perfekt Kugeligen sind am begehrtesten. Die Größenangabe bezieht sich auf den mittleren Durchmesser. Die Angabe des Gewichtes erfolgt in Karat oder Korn, Grain oder Momme. Je größer die Perle, um so größer auch ihr Wert – bei den Zuchtperlen gelten die Südsee-Perlen als die Größten. Die Oberfläche einer guten Perle sollte glatt und seidig sein, wodurch sich auch das Licht ganz besonders schön bricht. Ein Qualitätsmerkmal ist auch die Bohrung, die das Perlmutt nicht beschädigt haben darf. Außerdem muss sie perfekt mittig sein. Fast alle heute in der Schmuckindustrie verwendeten Perlen sind Zuchtperlen.

Perlen, die den Ansprüchen nicht genügen, werden in der Perlfarm geschreddert. Das Pulver wird in der Kosmetikindustrie verwendet.

Natürlich sind die Perlen auch in kunsthandwerklichen Arbeiten zu finden. Solche sind zu sehen in der Schatzkammer der Residenz in München oder auch im Kloster Ebstorf in der Lüneburger Heide.

Um als Heilstein zu wirken, muss man eine Perlenkette längere Zeit auf der Haut tragen. Es kann auch helfen, Perlen lose an sich zu nehmen. Doch gerade bei Perlen ist es üblich, diese in Form von Schmuck zu tragen. Vor allem als Ketten oder Armbänder sind sie sehr beliebt. Allerdings ist das kein ganz preiswertes Vergnügen, denn Schmuckstücke mit echten Perlen können bis zu mehreren Hunderttausend Euro kosten, denn allein eine perfekte Naturperle schlägt mit bis zu 50.000 Euro zu Buche. Damit der Schmuck weder zu sehr dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, noch irgendwelche Kratzer bekommen kann, bewahrt man Perlenschmuck am besten in Watte auf. Vorsicht ist geboten mit Cremes und Parfüm etc., da solche Materialien die Perle verfärben können. Perlen sind derzeit wieder in – sie werden in mehreren langen Ketten übereinander getragen, wobei hier Modeschmuck die ideale Variante ist.

Echte Perlen zum Kaufen

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