Die Herkunft des Namens konnte bis heute nicht geklärt werden. Es gibt verschiedene Ansätze dafür: so zum Beispiel das „quarz oder quärz“ aus dem Mittelhochdeutschen, welches mit dem lateinischen Begriff für Kies oder Felsgestein „quarzum“ verwandt ist. Die Bezeichnung Quarz ist weltweit üblich, und kennt nur geringe Abwandlungen in anderen Sprachen.

Außer reinem Quarz bzw. solchem mit diversen Einschlüssen ist auch Quarzit bekannt, ein Gestein, dessen größter Anteil Quarz ist. (mindestens 80 %). Die weiteren Bestandteile sind Chlorit, Magnetit oder Hämatit, Feldspäter oder Ähnliches. Quarzit war 2012 das Gestein des Jahres.

Synonyme für Quarz

Es sind keine Synonyme für Quarz an sich bekannt, nur für bestimmte Arten davon. So hat der Rutilquarz einige Synonyme wie Haarstein, Liebespfeil oder Venushaar sowie Nadelstein. Der reinste Quarz, der Bergkristall, wird auch Wassertopfen-Quarz, Bergeis und Strahl sowie Elastial genannt.

Das Vorkommen von Quarz

Die verschiedenen Wachstumsformen von Quarz haben eigene Begriffe hervorgebracht. So beispielsweise der Tessiner Habitus, wobei die Kristallform sehr große Rhomboederflächen enthält, oder der Fadenquarz, der entsteht, wenn während des Wachstums ein Kluftriss entsteht und den Kristall auseinanderreißt. Danach wachsen die beiden Kristalle wieder zusammen, und der Riss bleibt als dünner Faden sichtbar. Eine Sonderform sind sogenannte Kristallzwillinge. Die beiden chiralen Formen Rechts-und Linksquarz treten in diesem Fall miteinander verwachsen auf.

Der rosarote Rosenquarz kommt zum Beispiel in Deutschland, Namibia und Brasilien sowie Madagaskar vor. Rutilquarze treten in Pakistan auf und Österreich sowie China.

Quarzite kommen innerhalb Deutschlands in der Eifel und im Rheinischen Schiefergebirge, im Harz und im Erzgebirge vor, sowie im Taunus und im Hunsrück.

Reines Quarz wird weltweit gefunden.

Entstehung des Quarzes

Quarz kommt in verschiedenen metamorphen Gesteinen vor, so in Schiefer und Gneisen. Verschiedene Mineralreaktionen sorgen dafür, dass sich Quarz abbaut oder bildet. Vor allem in Sandsteinen ist es zu finden. Besonders gut ausgebildete Quarzkristalle entstehen gern in Gängen und Höhlen sowie Zerklüftungen, sogenannten Geoden. Ist Quarz höheren Temperaturen ausgesetzt als 573 Grad Celsius, wandelt es sich in Hochquarz um. Völlig reines Quarz, welches keine Einschlüsse hat, ist als Bergkristall bekannt.

Eigenschaften des Quarzes

Kaum ein Mineral bringt so viele bekannte Varietäten hervor wie Quarz. An sich ist es ein hartes Mineral mit einer Mohshärte von 7, und besteht aus Kristallen in verschiedenen Formen und Farben. Die Kristallflächen sind glänzend wie Glas; Quarz hat keine Spaltbarkeit und bricht wie Glas. Die Bruchstellen haben dann allerdings einen Fettglanz. Die Dichte wird mit 2,65 angegeben. Auch wenn andere Farben vorkommen, so ist es doch zumeist farblos bis weiß. In diesem Fall ist das Quarz  als Bergkristall bekannt. Milchquarz, also etwas trübe Kristalle, entstehen durch die mikroskopischen Einschlüsse von Flüssigkeiten und Gasen. Werden farbige Ionen eingeschlossen, kann Quarz ganz verschiedene Farben annehmen. Die Strichfarbe ist ebenfalls weiß. Die Transparenz von Quarz liegt zwischen durchsichtig und undurchsichtig, je nach Art. Quarz reagiert nur mit Fluss-Säure. Interessant ist der sogenannte piezoelektrische Effekt, der dafür verantwortlich ist, dass auf Druck oder Zug ein Quarzkristall mit elektrischer Polarisierung reagiert. Wird elektrische Gleichspannung angelegt, führt das zu einer Drehung und Stauchung des Kristalles. Resonanzschwingungen können erreicht werden, wenn Wechselspannung angelegt wird.

Wirkungen des Quarzes

Wirkungen des Quarzes als Heilstein

Die Rosenquarze sollen auf Blut und Herz wirken. Sie fördern die Blutzirkulation und bekämpfen Venenentzündungen und Thrombose. Der Rosenquarz wirkt auf Erkrankungen der Geschlechtsorgane und aktiviert die Sexualität. Außerdem kann der Stein gegen Kopfschmerzen und Erkältung helfen, den Kreislauf unterstützen und gegen unreine Haut helfen.

Der reine Quarz, der Bergkristall, wirkt positiv auf Haut und Augen, lindert Schmerzen und reguliert die Verdauung. Er kann bei Entzündungen hilfreich sein und die Abwehrkräfte bessern, hilft gegen Reizbarkeit und Süchte, Schreckhaftigkeit und Traumata.

Der Bergkristall war bis zum 18. Jahrhundert ein Mittel gegen Übelkeit und Verdauungsbeschwerden. Hildegard von Bingen wies ausdrücklich auf die Bedeutung des Steins im Bezug auf Geschwüre hin und bei Augenleiden.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Je nach der näheren Bezeichnung wird der Quarz gegen verschiedene Probleme eingesetzt. Der Rosenquarz zum Beispiel unterstützt bei Ängsten und seelischen Verletzungen, Heimweh und Stottern. Er fördert die Eigenverantwortung und die Hilfsbereitschaft. Der Quarz an sich soll angeblich vor schädlichen Strahlen bewahren.

Der Bergkristall löst Blockaden, hilft gegen Zerstreutheit und fördert die Selbsterkenntnis, Erinnerung und Logik, Klarheit und schafft Energie.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Rosenquarz gilt als Geburtsstein von Stier und Waage sowie Krebs. Seine Chakra-Zuordnung ist das Herz. Der Rutilquarz hingegen wird den Zwilling-Geborenen zugeordnet, und wirkt zudem auf Stier, Löwe und Wassermann. Eine Zuordnung zu Scheitel-Chakra sowie den Tierkreiszeichen Jungfrau, Löwe, Wassermann und Steinbock erfährt das Quarz in seiner reinsten Form, dem Bergkristall. Die verschiedenen Quarze wie der Bergkristall sind gut für die Meditation geeignet und werden dabei auch häufig angewendet. Der ungeschliffene, rohe Stein symbolisiert dabei die Yang-Ebene und das Dominante. Bearbeitete Bergkristalle wie der Trommelstein stehen für die Yin-Energie und die Harmonie. Der Stein gilt als Kombination beider Energien, was ihn besonders wertvoll im Sinne der Esoterik macht.

Verwendungen des Quarzes

Das Quarz hat in der Industrie eine weitreichende Bedeutung. Sowohl in Baustoffen als auch als Rohstoff für Keramik-und Glasindustrie wird es verwendet, als Quarzkies und Quarzsand. Zudem ist Quarz als Schmuckstein beliebt und auch als Heilstein bekannt. Als Heilstein soll er neben dem Bett aufgestellt werden. Außerdem kann der Stein in Cremes eingelegt, oder als Heilwasser gekocht werden. Nicht zuletzt die Quarzuhren machten das Mineral bekannt.

Quarz kann zudem zur Herstellung feuerfester Steine verwendet werden, für Gefäße, die Chemikalien standhalten oder auch die Elektroakustik ist ein Einsatzgebiet des Quarzes. Die Festigkeit des Quarzes führt dazu, dass kein Pflanzenbewuchs möglich ist. Aus diesem Grund wird Quarz für Eisenbahnschotter verwendet, in dem die Schienen und Schwellen verlegt werden.

Als Werkstoff wird Quarz vor allem dann vewendet, wenn feste und harte Oberflächen geschaffen werden sollen, wie bei Fußböden oder Arbeitsplatten.

Als Schmuckstein sind vor allem Varietäten des Quarzes üblich, wie Achat oder Amethyst. Auch Jaspis und Onyx gehören dazu.

Quarzit, also Gesteine mit hohem Quarzanteil, werden auch gern für Bodenbeläge oder Wandverkleidungen eingesetzt. Auch für die Bildhauerei ist dieses Gestein ein wertvolles Material. 1999 wurde im Süden Marokkos eine Venus-Figur entdeckt, die aus Quarzit besteht.

Quarz zum Kaufen

Quarz Videos

Hinweis: