Althochdeutsch genannt „silabar“, wurde das Wort Silber davon abgeleitet, doch eigentlich soll das Wort aus einer orientalischen Sprache kommen. Sehr wahrscheinlich besteht ein Zusammenhang mit dem semitischen „sarapu“, was so viel bedeutet wie „veredeln“. Eine andere Begriffserklärung bringt das griechische Wort für Silber, „argyros“, hervor. Argentinien hat seine Bezeichnung wegen der Vorkommen von Silber erhalten.


Synonyme für Silber

Argentum

Das Vorkommen von Silber

Silber kommt etwa 20 mal häufiger vor als Gold. Es wird in der Natur in Form von Körnern gefunden, seltener von großen Nuggets. Es sind über 4.300 Fundorte weltweit bekannt. Silber kommt vor allem in sulfidischen Metallen vor. Das Mineral, welches den höchsten Silberanteil aufweist, ist Allargentum, das aber selten auftritt. Neben den verschiedenen (167 sind bekannt) Silbererzen gibt es noch silberhaltige Erze, die nur geringe Mengen enthalten. Das kann zum Beispiel Kupferkies sein. Daher kommt es, dass Silber als Nebenprodukt bei der Kupferherstellung gewonnen werden kann.

Die wichtigsten Silbervorkommen sind in Nordamerika beheimatet, wie Mexiko, USA und Kanada, sowie in Südamerika, wie Peru oder Bolivien. Peru und Mexiko sind in den letzten Jahren die größten Silberproduzenten weltweit gewesen.

Bekannte Abbaugebiete sind das Erzgebirge, Norwegen, Tirol und der Harz, aber auch das Kupferschiefer-Revier um Sangerhausen. Das bedeutendste Silberunternehmen der EU und Zweitgrößte der Welt ist das Unternehmen KGHM aus Polen mit rund 1.200 Tonnen Förderung im Jahr.

Eine wichtige Rolle spielt bei Silber auch das Recycling, wie beispielsweise die Wiedergewinnung aus Fotopapieren oder Elektronikschrott sowie Batterien.

Entstehung des Silbers

Forscher fanden heraus, dass Silber schon seit dem 5. Jahrtausend v.Chr. verarbeitet wurde. Germanen und Ägypter haben nachweislich damit gearbeitet. Minen, aus denen damals schon Silber ans Tageslicht geholt wurde, lagen in der Nähe von Athen. Das Silber wird aus Silbererzen gewonnen wie Kupferkies oder Allargentum. Gediegenes (natürlich auftretendes) Silber kommt meist als verzweigte Geflechte oder Körner in hydrothermalen Erzgängen vor.

Eigenschaften des Silbers

Silber ist ein Edelmetall, welches zu den Übergangsmetallen zählt. Silber ist weich und gut formbar, hat eine hohe elektrische Leitfähigkeit sowie die höchste thermische Leitfähigkeit aller Metalle. Das weiß glänzende Edelmetall hat eine Schmelztemperatur von 961 Grad Celsius und eine übermäßig hohe Licht-Reflexionseigenschaft bei frischen Schnittflächen. Die Strichfarbe ist ein weiß-grau. Die Mohshärte beträgt nur 2,5 bis 3, die Dichte 10,49 g/cm³. Ein bekannter Effekt von Silber ist es, dass die Oberfläche an der Luft schwarz anläuft. Das liegt an dem Schwefelwasserstoff, der teilweise in der Luft vorhanden ist.

Wirkungen des Silbers

Wirkungen des Silbers als Heilstein

Die Wirkung von Silber auf den Körper ist vielfältig. So werden vor allem Magen und die Haut beeinflusst. Bei Wunden wirkt Silber antibakteriell und desinfizierend, so vor allem bei Verbrennungen und Schürfwunden. Auch auf die Sinnesorgane wirkt Silber, so bei Erkrankungen von Augen, Nase und Ohren. Des Weiteren kann Silber auf die Geschlechtsorgane Einfluss nehmen und die Fruchtbarkeit fördern. Allgemein wird Silber als kühlend und stabilisierend angesehen. Es reguliert den Flüssigkeitshaushalt und die Hormonproduktion, bewahrt von Übersäuerung und Übergewicht und stabilisiert den Kreislauf.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Silber kann bei quälenden Gedanken positiv wirken, so bei Mondsucht und Schlafwandlerei, Nervosität und Anspannung wie Lampenfieber. Außerdem wird die Fantasie gefördert, die Ausgeglichenheit und das Zeitgefühl. Silber löst zudem Hemmungen und stärkt das Selbstbewusstsein, beflügelt die Fantasie und bringt Flexibilität ins Handeln und Denken. Silber wird nachgesagt, dass es zu innerem Frieden und Ausgeglichenheit führen kann.

Wirkungen für den reinen Geist

Dem Silber werden die Tierkreiszeichen Krebs und Wassermann zugeordnet. Silber soll auf das Basis-Chakra wirken. Außerdem aber auch auf andere Chakren wie Halschakra, Kronenchakra sowie Sakralchakra. Silber soll besonders gut mit anderen Heilsteinen im Kontakt wirken. Denn es verstärkt die Kraft von schwachen Steinen und gleicht mit Kräftigen aus. Silber sollte für längere Zeit am Körper getragen werden, damit sich die Wirkung auf das Gemüt entfalten kann.

Verwendungen des Silbers

Vor allem in der Schmuckindustrie ist Silber nach wie vor beliebt. Dabei sind Schmuckstücke aus Silber schon seit dem Mittelalter bekannt. Es geht dabei nicht nur um Ketten, Ringe etc., sondern auch um Jackenknöpfe, Gürtelschnallen und Ähnliches, was aus Silber hergestellt wurde.

Daneben wurden viele sakrale Geräte aus Silber hergestellt, aber auch Essbesteck – das berühmte Tafelsilber. Echtes Silber ist meist daran zu erkennen, dass der Feingehalt-Stempel eingeprägt wurde.

Eine andere sehr große Bedeutung kommt dem Silber zu, da es als Zahlungsmittel genutzt wurde. Silbermünzen waren schon in der Antike und im Mittelalter bekannt. Dabei konnte man früher davon ausgehen, dass der Nennwert der Münze deren Metallwert entsprach. In Deutschland waren bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert Silbermünzen in Form von Talern üblich, wobei die gesamte Währung durch Silber gedeckt war. Danach wurde dies vom Gold abgelöst. Heute wird Silber zum Prägen von Sonder-und Gedenkmünzen genutzt; zum Beispiel gibt es von vielen bekannten Goldmünzen inzwischen auch Silberausführungen, wie den „Wiener Philharmonikern“ aus der Wiener „Münze Österreich“. Wegen der Wertstabilität ist Silber neben Gold das beliebteste Anlagemetall, in Form von Barren, Münzen oder auch Schmuck.

Üblich ist Silber auch in Form einer Medaille im Sport, wie bei den Olympischen Spielen. Silber entspricht dabei traditionell einem 2. Platz. Die Goldmedaille für den 1. Platz besteht übrigens ebenfalls aus Silber und ist mit 6 Gramm Gold veredelt. Die Medaillen haben einen Feingehalt von 92,5 %.

Auch bei Musikinstrumenten wird Silber zuweilen benutzt, so bei Querflöten, weil es durch seine Dichte einen warmen Ton hat und leicht zu bearbeiten ist. Zudem wird Silber in der Elektrik, der Elektronik und der Optik eingesetzt.

Spiegel können dadurch hergestellt werden, dass Scheiben aus Glas versilbert werden. Dies wird auch bei Christbaumschmuck und Licht-bzw. Wärmereflektoren angewendet. Die Erfindung der Fotografie im 19. Jahrhundert konnte ebenfalls nur unter der Zuhilfenahme von Silber erfolgen. Trinkgefäße, die aus Silber bestehen sollen, werden oft innen vergoldet, da Silber die unangenehme Eigenschaft hat, etwas von der Substanz an die Lebensmittel abzugeben.

Ein weites Feld des Silbers ist die Medizin. Hier werden Wundauflagen mit Silber ebenso benutzt wie Silberbeschichtungen bei Endoprothesen oder silberhaltige Cremes, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Weitere Anwendungen von Silber sind Silberfäden als antimikrobielle Ausrüstung von Textilien, antibakterielle Emaillierungen und Keramiken, die Versilberung von Wasserfilterkartuschen und Ähnliches. Zudem ist Silber in der Lebensmittelindustrie unter dem Namen Lebensmittelfarbstoff E 174 bekannt, und wird für Überzüge von Süßwaren verwendet.

Außerdem üblich sind Silberlegierungen, die beispielsweise mit Kupfer oder Gold möglich sind. So lässt sich Silber stabilisieren und gegen Anlaufen schützen. Wie hoch der Feinsilber-Anteil in einer solchen Legierung ist, wird mit dem Name angegeben, z. B. 925er Silber (enthält 925 von 1000 Teilen Silber). Das 925er wird auch Sterlingsilber genannt. Üblich sind auch andere Mischungsverhältnisse, je nachdem, wie es verwendet werden soll.

Auch in der Esoterik wird Silber verwendet: man soll es am Körper tragen, und als Tinktur innerlich wie äußerlich anwenden. Zudem kann es direkt auf Wunden und Entzündungen aufgelegt werden.

Silber zum Kaufen

Silber Videos

Hinweis: