Die goldgelb gestreifte Varietät des Quarzes hat eine große Bedeutung als Schmuckstein. Seinen Namen hat das Tigerauge bekommen, weil der Stein im geschliffenen Zustand den Effekt von Katzenaugen zeigt, bzw. die Ähnlichkeit mit einem Tigerauge unverkennbar ist. Wer den Namen gab oder ihn zuerst anwendete, ist nicht bekannt.

Der Überlieferung nach hatte das Tigerauge schon früher eine große Bedeutung, vor allem für Araber und Griechen. Bei ihnen galt der Stein als ein Mineral, welches lustig mache und die Sinne schärfen könne.


Synonyme für Tigerauge

Katzenaugen-Quarz, Goldquarz, Quarzkatzenauge, Pseudokrokydolith, Schillerquarz, Tigerit, Wolfsauge

Das Vorkommen von Tigeraugen

Tigeraugen kommen vor allem in Südafrika vor, aber auch in Westaustralien. Außerdem gibt es Vorkommen in Indien und China, Myanmar, Namibia und Kanada sowie der Ukraine und den USA. Im Mineralogischen Museum der Universität in Bonn kann man seit 2008 das größte jemals gefundene Exemplar eines Tigerauges bewundern. Es ist 150 Kilogramm schwer und zwei Meter lang.

Insgesamt kommen Tigeraugen sehr häufig auf der Welt vor, auch wenn die genannten regionalen Häufungen bestehen.

Entstehung des Tigerauges

Das Tigerauge entsteht aus dem Falkenauge, das ebenfalls eine Varietät des Quarzes ist, wenn dieses verwittert. Wird Quarz der Pseudomorphose ausgesetzt, entsteht Krokydolith, welches zusammen mit Eisen zum Tigerauge wird. Die Steine, die Tigerauge und Falkenauge genannt werden, kommen oft zusammen bzw. nebeneinander vor, oder sind sogar verwachsen. Oft sind Tigeraugen die Füllung einer Kluft, weil diese ihr Entstehen begünstigt.

Eigenschaften des Tigerauges

Der Stein ist ein Quarz, welches durch seine goldbraune und goldgelbe Farbe zu einer Besonderheit wird. Die Strichfarbe ist ebenfalls gelbbraun. Die Härte von Tigeraugen liegt bei mittleren 6-7 auf der 10 umfassenden Skala. Die Dichte wird mit 2,64 bis 2,71 angegeben. Der Stein besitzt keine Spaltbarkeit und bricht faserig. Tigeraugen sind durchscheinend bis undurchsichtig und glänzen fettig bis seidig.

Unter Hitzeeinwirkung färbt sich das Tigerauge rot. Werden Cabochons aus den Tigeraugen geschliffen, zeigen diese einen wandernden Lichtstreif, der an ein Katzenauge erinnert und deshalb dem Steinen seinen Namen gab. Beim Brennen erhält das Tigerauge eine kupferne Farbe; wird der Stein anschließend in Spiritus abgeschreckt, kann der Stein violette Färbungen zeigen. Ein rotes Tigerauge ist immer gebrannt, da diese Farbe in der Natur nicht vorkommt. Allerdings werden die roten Tigeraugen gern als Schmuck verarbeitet. Wird der Stein in Säure gekocht, wird er grau und verliert seine typische Farbe.

Wirkungen des Tigerauges

Wirkungen des Tigerauges als Heilstein

Die Träger von Tigeraugen haben angeblich mehr Mut und Schutz sowie Sicherheit. Denn der Stein verfeinert die Sinne und hilft bei wichtigen Entscheidungen. Tigeraugen gelten als kräftige Heilsteine, die Knochen und Gelenke unterstützen. Auch bei Asthma und Atemnot kann der Stein sehr gut helfen. Der Stein kräftigt Leber und Blase, wirkt antibakteriell und hilft bei Erkältungen jeder Art. Der Blutzuckerspiegel soll von diesem Stein reguliert werden, er harmoniert angeblich Hormonüberfunktionen und lindert Krämpfe. Bei Schmerzen kann helfen, vor allem bei Sehnenscheidenentzündungen und Migräne, aber auch bei anderen allgemeinen Schmerzen und Beschwerden wird das Tigerauge gern eingesetzt.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Das Tigerauge hilft gegen Stress, Belastungen und Zweifel. Zudem steht der Stein für Konzentration, hilft bei Depressionen und Ängsten. Aus diesem Grund wird der Stein gern denjenigen mitgegeben, die Prüfungen zu bestehen haben. Zum Beispiel bei Abschluss-und Fahrprüfungen etc., ist der Stein sehr beliebt als Talisman. Dazu kommt, dass er die Denkfähigkeit unterstützt. Stimmungsschwankungen werden durch den Stein ausgeglichen. Er fördert Optimismus, Konzentration und Aufnahmefähigkeit.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Stein wirkt am besten auf dem Solarplexus-Chakra. Mit dem Tigerauge kann hervorragend meditiert werden; besonders gut im Steinkreis. Denn dabei bringt der Stein die Bedürfnisse in Einklang und kann das Selbstbewusstsein steigern. Für alle, die im Tierkreiszeichen Jungfrau geboren sind, hilft der Edelstein vor allem bei Entscheidungen. Auch gilt das Tigerauge als Nebenstein für Zwilling und Löwe. Beim Zwilling kann er die geistige Beweglichkeit stärken und dem Löwen hilft er, damit dieser seine Schwächen erkennt. Insgesamt bringt der Stein Flexibilität. Früher wurde davon ausgegangen, dass ein Amulett mit einem Tigerauge vor dem bösen Blick bewahren könne.

Verwendungen des Tigerauges

Vor alles wird das Tigerauge als Schmuckstein eingesetzt. Dafür erhält der Stein meist einen Glattschliff, der ihm einen besonderen Schimmer verleiht. Kugeln werden ebenfalls häufig aus den Tigeraugen geformt und als Halsketten etc. angeboten. Außerdem schnitzt man kunstgewerbliche Gegenstände aus dem Gestein.

Schmuck aus Tigeraugen erfreut sich immer größerer Beliebtheit, zumal die Schmuckstücke auch als Heilstein getragen werden können. Auf diese Weise lässt sich Nützliches mit Schönem verbinden.

Das Tigerauge soll als Heilstein nicht länger als eine Woche getragen werden, da dieser sonst den Energiefluss im Körper beeinflusst. Edelsteinwasser kann zwar auch aus dem Tigerauge gewonnen werden, jedoch wird von zahlreichen Esoterikern die Anwendung als nicht klug bezeichnet, da der Stein wohl asbesthaltig sein könnte. In diesem Fall wäre das Edelsteinwasser giftig. Andere Quellen raten zum Genuss des Edelsteinwassers aus dem Tigerauge.

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