Plinius der Ältere, ein römischer Naturforscher, ging davon aus, dass der Name Topas von der Insel Topazos im Roten Meer käme. Allerdings hätte dies dann auf einer Verwechslung beruht. Denn auf der Insel wurde nie ein Topas gefunden, sondern Olivin, das lange Zeit damit verwechselt wurde.

Eine weitere Erklärung liefert das Sanskrit-Wort „Tapas“, welches soviel wie „Feuer“ oder „Leuchten“ bedeutet.

Die größte Bedeutung des Topases ist die Verarbeitung als Schmuckstein, doch auch als Heilstein ist er von Belang.

Synonyme für Topas

Sklaven-Diamant, Sächsischer Diamant, Finder´s Diamant, Magok-Diamant, Stangenstein, Wassertropfen, Tarnstein, Schorlit, Pyknit, Physalith

Das Vorkommen von Topas

Der einem Diamanten auf den ersten Blick ähnliche Stein kommt meist in gut ausgebildeten und sehr flächenreichen Kristallen vor. Das größte Kristall eines Topases, das bis heute gefunden wurde, erreichte eine Länge von einem Meter und ein Gewicht von 2,5 Tonnen. Seine größten Vorkommen hat der Topas in Brasilien, wo er auch in äußerst umfangreichen Kristallen gefunden wird. Die als 10 größte und wichtigste Funde des Topas aufgeführten Steine kommen allesamt aus Brasilien.

Schon in der Geschichte bedeutend war das Vorkommen im sächsischen Vogtland, denn dort wurden die Steine abgebaut, die geschliffen den Schmuck von August dem Starken verzierten. Dieser ist heute im berühmten Grünen Gewölbe in Dresden zu sehen. Weitere Steine dieses Vorkommens befinden sich außerdem in der Krone der englischen Königin. Unter anderem gefunden wird der Topas außerdem in Afghanistan, Algerien und Myanmar, Japan und Mexiko, Pakistan und Norwegen sowie Schweden. Weitere Vorkommen gibt es in der Schweiz, Sri Lanka und Tschechien sowie Teilen der USA. Sogar in der Antarktis wurden schon Topase gefunden. Insgesamt tritt der Stein recht häufig auf, was auch seinen verhältnismäßig günstigen Preis erklärt, zumindest wenn es sich um die „übliche“ kristallklare Ausführung handelt.

Entstehung des Topases

Neben den großen Kristallen kann der Topas auch als kleine körnige Variante auftreten. Oft liegt er zusammen mit Beryll und kommt in Gneisen und Flusssedimenten vor. Der Topas entsteht bei der Metasomatose von flourhaltigem Gas auf magmatischem Gestein, welches sauer ist. Er gilt als verwitterungsbeständig, weshalb er in den Flusssedimenten unbeschädigt gefunden werden kann. Die Beimengungen anderer Verbindungen sorgen für spezielle Farben, wie Phosphor für Gold, Mangan für braun, Eisen für rot oder blau und Chrom für gelb. Die entsprechend entstandenen Topase sind dann Unikate, die es genauso kein zweites Mal gibt. Sie sind unter Umständen etwas teuerer und haben ein untypisches Aussehen.

Eigenschaften des Topases

Der Topas ist einem Diamanten im Aussehen recht ähnlich – durch seinen glasähnlichen Glanz und seine Farblosigkeit. Ohne Einschlüsse ist er durchsichtig und kann eine Lichtbrechung durch Gitterbaufehler aufweisen, die ihn dann weiß erscheinen lässt. Gibt es Fremdbeimengungen, kann er gelb, rosa oder braunrot, violett oder hellblau bis hellgrüne Farben annehmen. Dies geht dann natürlich zu Lasten der Transparenz.

Der Topas ist ein hartes Mineral und wurde in die Mohshärte 8 eingruppiert. Er ist spröde und lässt sich mit einer glatten Bruchstelle spalten. Mitunter hat der Stein von sich aus Spaltrisse.

Der Topas hinterlässt eine weiße Strichfarbe und hat eine Dichte zwischen 3,5 und 3,6. Der Stein gilt als unschmelzbar. Bei einer Erhitzung über 1.350 Grad Celsius entweicht Flour und geht in Sillimanit und Korund über. Wird der Stein mit Schwefelsäure in Verbindung gebracht, wird der Topas oberflächlich angegriffen. Bei längerer Berührung damit, zum Beispiel komplettes Einlegen, wird er sogar zersetzt. Verdünnte Säure kann dem Stein allerdings nichts anhaben.

Wirkungen des Topases

Wirkungen des Topases als Heilstein

Die Universalgelehrte Hildegard von Bingen wies dem Stein eine besondere Vitalität zu. Sie setzte ihn bei Fieber ein und warb dafür, den Stein über einen warmen Wein zu halten, damit sich dieser mit ihm verbinde. Der Stein soll bei diesem Vorgehen „geschwitzt“ haben, was seine Heilkraft auf den Wein überträgt. Diesen Wein solle man trinken. Auch sollten Kranke ihr zufolge den Stein eine Stunde in den Mund nehmen. Zudem setzte sie ihn auch gegen Schmerzen am Herzen ein. In Olivenöl getauchte Topase wurden bei von Bingen an eine schmerzende Stelle gehalten und dort für eine Weile belassen.

Der Topas soll zudem gegen Übelkeit helfen, bei Hormonstörungen und auch bei Schlafstörungen sowie Erschöpfung. Positiv wirkt er auf die Leber und bei Husten oder Erkältung im Allgemeinen. Er kräftigt zudem angeblich die Wirbelsäule und tut den Geschmacksnerven gut. Dies wird unter den Verfechtern von Heilsteinen auch heute noch praktiziert.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Die Topase sollen ein glückliches Gefühlsleben hervorbringen können. Außerdem stehen sie für Selbstverwirklichung und regen zur Entfaltung der eigenen Fähigkeiten an. Zudem steht der Topas für Entspannung und hilft bei Nervosität. Deshalb kann er auch zur Beruhigung bei Prüfungsangst angewendet werden.

Bei Depressionen soll der Goldtopas mit ins Bett genommen werden. Bei Stress sollte man ein Elixier daraus herstellen: Dafür muss er 12 Stunden in ein Glas mit Wasser gelegt werden; das Wasser sollte man vor dem Schlafengehen austrinken.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Topas soll sich gut für Meditationen eignen. Der Topas wird allen Chakren zugeordnet. So dem Wurzel- und Hals- sowie Kronenchakra, dem Dritten Auge und dem Solarplexus Chakra, dem Sakralchakra und dem Herzchakra.

Verwendungen des Topases

Vor allem als Schmuckstein findet der Topas Verwendung. Oft gab es hier früher Verwechslungen mit Diamanten. So wurde zum Beispiel 1740 ein Topas in die portugiesische Krone eingesetzt in der Annahme, es wäre ein echter Diamant.

Der Vorteil des Topases ist, dass er selbst in großen Kristallen aufgrund seiner Häufigkeit nicht übermäßig viel kostet. Das macht ihn als Schmuckstein interessant. Eine Ausnahme bildet allerdings der sogenannte blaue Topas, der auch als „Edel-Topas“ bezeichnet wird. Auch der „Imperial Topas“ oder „Königstopas“ genannte orangerote Stein dieser Sorte ist eine Seltenheit, die entsprechend teuer ist und besonders gern zu Schmuck verarbeitet wird.

Nichtsdestotrotz ist der Topas schwer zu bearbeiten, da er aufgrund seiner Spaltbarkeit leicht reißt. Auch schnelle Temperaturwechsel machen dem Stein unter Umständen so zu schaffen, dass er dauerhaften Schaden nimmt.

Dem Topas kommt schon seit Hildegard von Bingen eine große Bedeutung als Heilstein zu. Bei körperlichem Unwohlsein soll er am besten als Kette getragen werden. Aber auch alle anderen Möglichkeiten, den Stein bei sich zu tragen, sind nützlich und können die oben beschriebenen Wirkungen haben.

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