Citrin – seltener, gelblicher Quarz

Die Namensgebung des Citrin ist auf seine gelbliche Färbung, die an eine Zitrone erinnert, zurückzuführen. Der Name stammt aus dem Lateinischen. Citrus heißt Zitrone auf Latein. Der Citrin ist eine Spielform des Quarzes, der je nach Herkunft gelb, blass-grün, orange oder braun-orange sein kann. Er wird auch Sonnenstein genannt.

Römische Legionäre haben den Stein verwendet, um sich vor bösen Blicken zu schützen. Als Sonnenstein sollte er seinem Besitzer ewiges Leben schenken und ihn vor riskanten Abenteuern schützen. Außerdem sollte er seinen Träger vor gefährlichen Liebschaften und Geschäften schützen. Dieser Glaube währte bis ins Mittelalter.

Fakten zum Citrin

  • Mineralogie: Kalium-Feldspat (Gerüstsilikat)
  • Synonyme: Zitrin, Aprikosin, Kojotenstein, Apricosin, Aprikotin
  • Farbe: zitronengelb bis goldbraun
  • Härte: 7 nach der Mohsschen Skala von 1 bis 10
  • Fundorte: Brasilien, USA, GUS, Madagaskar, Spanien, Frankreich
  • Varianten: Mandarin-Citrin, Limonen-Citrin, Madeira-Citrin, Mehrfarbiger Citrin

Citrin Edelsteine und -Schmuck

Nachfolgend konkrete Produkte mit oder aus Citrin, die man bei verschiedenen Edelstein- oder Schmuckanbietern kaufen kann. Angeboten werden zum Beispiel Citrin Ringe, Citrin Ketten und Kettenanhänger, Citrin Ohrstecker und -Ohrringe sowie Citrin Handschmeichler und Citrin Rohsteine.

Achtung: Sämtliche hier dargestellten Citrin Produkte werden von externen Anbietern angeboten. Alle hier erwähnten, überlieferten etwaigen (Heil-)Wirkungen sind nicht wissenschaftlich belegt und stehen in keinerlei Zusammenhang mit den hier dargestellten Produkten!

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Das Vorkommen des Citrins

Der Citrin ist in der Natur als natürlicher Stein sehr selten. Natürliche Vorkommen gibt es in Argentinien, Birma, Brasilien, den USA, Spanien, Frankreich, Russland, Norwegen, England, in Teilen Deutschlands (Taunus, Hunsrück), in Österreich, Tschechien, Ungar, Mexiko und Madagaskar.

Die Citrine, die man üblicherweise im Handel kaufen kann, sind gebrannte Amethyste. Auch wenn es sich dabei nicht um reine Citrine handelt, sind sie von ihrer Wirkungsweise sehr interessant. Reine Citrine unterscheiden sich von gebrannten Amethysten, oder veränderten Citrinen vor allem durch den Preis. Citrinzonen in Amethysten kommen in Indien, Brasilien und Bolivien vor.

Entstehung des Citrins

Citrine gehören zur Mineralklasse der Quarze und sind magmatischen Ursprungs. Sie bilden sich in Pegamatit mit granatischer Zusammensetzung. In der Natur kommen sie in ihrer reinen Form nur sehr selten vor, was auch den hohen Preis rechtfertigt.

Als Grundlage für veränderte Citrine oder gebrannte Amethysten werden Amethysten und Rauchquarze verwendet. Diese werden auf Temperaturen von 470 – 560 Grad Celsius erhitzt, wodurch sie ihre Farbe ändern. In der Folge erscheinen sie gelblich.

Eigenschaften des Citrins

Der Citrin ist ein beliebter Schmuckstein. Seine Dichte beträgt 2,65 g/cm3. Er wird für Ringe, Ketten, Anhänger und Ohrringe genutzt und erfreuen ihren Träger mit leuchtendem Glanz. Je nach Farbqualität wird der Citrin unterschiedlich geschliffen. Reine Steine von hoher Farbqualität bekommen einen Facettenschliff. Steine die trüb wirken, bekommen in der Regel einen Glattschliff.

Die Farbigkeit des echten Citrins reicht von einem schwachen Gelb bis hin ins goldgelbliche. Diese Färbung entsteht durch Einschlüsse von Eisenoxid oder Eisenhydroxid.

Um einen echten Citrin von einem unechten zu unterscheiden, muss man auf einen leichten Rotstich achten. Dieser ist nur bei unechten Citrinen vorhanden.

Wirkungen des Citrins

Wichtig: Die nachfolgenden Ausführungen sind weder wissenschaftlich noch medizinisch bestätigt, denn sie beruhen nur auf Überlieferungen und Erfahrungen von Anwendern. Sie stehen explizit in keinerlei Zusammenhang mit etwaigen Werbeangeboten auf dieser Seite.

Wirkungen des Citrins als Heilstein

Der Citrin ist ein sehr vielseitig einsetzbarer Stein. Er wird als Heilstein gerne begleitend bei Diabeteserkrankungen verwendet. Hier zeigt er besonders bei Kindern eine starke Wirkung. Er soll auch das Selbstbewusstsein stärkenbei Verdauungsproblemen, Magenentzündungen, Arthritis, Hautentzündungen und Gebärmutterentzündungen helfen.

Außerdem soll der Citrin die Durchblutung anregen und so bei Wetterfühligkeit und übertriebenem Kälteempfinden helfen. Ebenso hilfreich ist er bei trockener Haut, Schuppen und Krampfadern.

Wirkungen auf Seele und Gefühle

Dir Wirkung des Citrins soll auch auf die innere Gefühlswelt des Menschen Einfluss nehmen. So soll er das Sakral-Chakra beeinflussen, was uns besser mit unserem Inneren kommunizieren lässt. Das Tragen eines Citrins kann auch bei Unsicherheit und innerer Unruhe seine Wirkung zeigen. Der Stein soll seinem Träger mehr Selbstvertrauen bescheren und helfen, weniger überempfindlich zu reagieren. Er wirkt sich positiv auf den Lebensmut, die Sicherheit und die Freude seines Trägers aus.

Wirkungen für den Geist

Der Citrin galt schon bei den Römern als Bewahrer vor dem Bösen Blick. Auch heute noch glaubt man, dass der Citrin die eigene Körpermitte stärkt.

Verwendung des Citrins

Der Citrin wird sowohl als Schmuckstein, als auch als Heilstein verwendet. Als Heilstein wird er entweder als Citrin-Wasser eingenommen, oder als Stein auf gewisse Körperstellen aufgelegt. Bei Verdauungsproblemen hilft Citrin-Wasser. Alternativ kann der Stein möglichst nahe am Körper getragen werden. Die soll auch bei Magenentzündungen, Arthritis und Hautproblemen helfen.

Citrin-Wasser soll den Körper weniger empfindlich gegenüber Wetterfühligkeit und Kälteempfinden machen. Es wird auch zur Behandlung von Krampfandern, trockener Haut und Schuppen empfohlen.

Citrin Videos

Quellen:

  • Heilsteine, Michael Gienger, Neue Erde Verlag 2003, Seite 29
  • Lexikon der Heilsteine, Gisela Schreiber, Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. KG München, Seite 49-50
  • Taschenlexikon der Heilsteine, Werner Kühni und Walter von Holst, AT Verlag, Seiten 56
  • Das große Lexikon der Heilsteine, Düfte und Kräuter, Methusalem Verlags-Gesellschaft mbH, Seiten 102-104