Der Türkis – Der Stein als Namensgeber der Farbe

Namensgebung und Bedeutung

Der Türkis ist ein wasserhaltiges Kupfer-Alu-Phosphat. Es ist vor allem bekannt, weil die Farbe Türkis ihren Namen von diesem Mineral hat. Die größte Bedeutung des Steins ist die Schmuckherstellung.

Der Name kommt aus dem Französischen, wo „pierre turquoise“ so viel heißt wie „türkischer Stein“. Die frühere Bezeichnung des Türkises, „Kallait“, hat einen griechischen Ursprung, da „Kallainos“ so viel bedeutet wie „blau und grün schillernd“.

Synonyme für Türkis

Callaina, Arizonit, Agaphit, Chalchuit, Johnit, Kallait, Henwoodit, Sinai-Stein

Das Vorkommen von Türkis

Das Mineral kommt häufig als traubenförmiges Aggregat oder erdig-massiges Mineral vor. Sichtbare Kristalle sind äußerst selten und nur wenige Millimeter groß. Türkise waren eine der ersten Mineralien, die durch Bergbau ans Tageslicht geholt wurden. Jedoch sind von den alten Bergwerken nur noch wenige in Betrieb. Diese werden meist nur noch in kleinem Umfang betrieben und mit geringer technischer Hilfe, da der Türkis ohnehin selten ist. Viel häufiger kommt es vor, dass in großen Kupferbergwerken wie in den USA Türkis als Nebenprodukt abgebaut wird.

Bedeutende Fundstellen sind in der südwestlichen USA, Mexiko und China sowie Sinai und Iran sowie im südöstlichen Australien bekannt, wobei einige wenige Vorkommen auch in Europa und Afrika liegen. Insgesamt wird der Türkis eher selten gefunden, was vielfach Fälscher auf den Plan ruft. Also ist Vorsicht beim Kauf angesagt.

Entstehung des Türkises

Der Stein entsteht 30 bis 40 Meter unter der Erdoberfläche durch Verwitterung kupferhaltiger und aluminiumreicher Gesteine. Besonders gut ist dies in den Trockenzonen der Erde möglich. Verwitterte magmatische Steine bilden oft Spalten und Hohlräume – hier kann sich der Türkis ablagern und bilden. Der Stein ist porös und hat daher oft Einschlüsse wie Limonit oder Pyrit.

Eigenschaften des Türkises

Der Türkis hat eine mittlere Mohshärte von 5-6. Seine Dichte beträgt 2,6 bis 2,9. Der Türkis hat eine gute Spaltbarkeit und kommt immer in der charakteristischen Farbe „blau-grün“ vor. Allerdings gibt es nicht nur diese Mischfarbe, sondern auch blaue und grüne Türkise in allen Abstufungen. Die blaue Farbe erhält der Stein durch idiochromatischen Kupfer, der verschieden stark zu Tage tritt. Die grüne Farbe hingegen entsteht durch Beimengungen von Eisen. Mitunter gibt es kleine Beimengungen Calcium, die ebenfalls für eine Farbabstufung sorgen. Die Strichfarbe ist grünlich-weiß, wobei der Stein an sich eine Transparenz von durchsichtig bis undurchsichtig aufweisen kann. Je nach Exemplar ist er matt oder hat einen wachsartigen Glanz. Löslich ist der Stein in erhitzter Salzsäure und hat grüne Fluoreszenz bei langwelligem UV-Licht aufzuweisen. Bei 200 – 600 Grad Celsius zerfällt der Stein mit knisternden Geräuschen zu einem schwarzen Pulver. Schon kurz nach dem Abbau im Bergwerk beginnt für den Stein die Austrocknung, die dafür sorgt, dass der Türkis heller wird und seine kräftige Farbe ausbleicht. Der Türkis lässt sich leicht polieren, was ihn für die Schmuckindustrie besonders interessant macht. Nach dem Polieren kommen eventuell vorhandene schwarze Adern oder Einschlüsse besonders schön zur Geltung und machen den Stein einzigartig.

Wirkungen des Türkises

Wirkungen des Türkises als Heilstein

Die Türkise werden als Heilstein bei Stotterern eingesetzt. Dies folgt einer alten Überlieferung und soll noch heute helfen. Außerdem sagt man dem Stein nach, dass er positiv auf die Atemwege wirkt und daher auch bei Lungenerkrankungen eingesetzt wird. Den Zähnen kann man damit Gutes tun, denn der Türkis wirkt bei Zahnfleischentzündungen und Parodontose. Trockene Haut oder solche mit Schuppenflechte können behandelt werden, das Herz wird geschützt und Durchblutungsstörungen gemildert. Im Allgemeinen regt der Türkis die Nieren an und hilft gegen Krämpfe und Fieber, Gicht und Schmerzen sowie diverse Entzündungen, und kurbelt die Rehabilitation an.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Die Türkise sind als Schutzstein bekannt und verhelfen angeblich zu mehr Erfolg. Der Stein stärkt das Selbstbewusstsein und die Kommunikationsfähigkeit. Helfen kann der Stein zudem bei Depressionen und Ängsten, Nervosität und Manipulation. Er fördert das Durchsetzungsvermögen und die Fantasie, die Kreativität und das Gedächtnis. Auch der Vernunft soll Vorschub geleistet werden, wobei Energie und Intuition eine weiterhin große Rolle spielen.

3Wirkungen für den reinen Geist

Der Türkis wurde dem Halschakra zugeordnet und kann überdies mit dem Herzchakra verwendet werden. Der Stein gilt als besonders wichtig für die im Sternzeichen des Wassermanns geborenen Menschen. Denn ihnen hilft er, sich vor Gleichgültigkeit zu schützen und die Augen für die Realität zu öffnen. Der Türkis ist außerdem ein wichtiger Nebenstein für Waagen und Zwillinge. Bei einem Waage-Geborenen hilft er über schwere Zeiten und bei den Zwilling-Geborenen schützt er vor allem Negativem. Der Türkis gilt als ein wichtiger Schutzstein, vor allem, wenn man auf Reisen geht. Die Meditation mit dem Türkis soll äußerst hilfreich und wirkungsvoll sein.

Verwendungen des Türkises

Der Türkis wird zu den ältesten bekannten Schmucksteinen gezählt. Schon seit dem Altertum taucht er immer wieder in verschiedenen Schmuckstücken auf. In Europa ist der Stein bekannt, seit Händler der Seidenstraße diesen mitbrachten. Besonders während des Biedermeier waren die Türkise äußerst beliebt. Die Blütezeit in der Schmuckindustrie begann etwa im 14. Jahrhundert, da zuvor dieser Stein eher für kirchlichen Schmuck vorgesehen war. Heute wird er gern in Schmuckstücken vewendet, die indianischen Charakter haben oder in Halsketten, die aus groben Stücken oder Perlen bestehen. Die tiefblauen Farbvarianten werden im Allgemeinen als die wertvolleren angesehen, wobei die gelb- oder grünstichigen bei Künstlern beliebter sind. Türkise werden häufig als Urlaubssouvenir angeboten, als Handschmeichler oder auch in Form von Schmuck.

Oft sind die Steine nicht hart und beständig genug, um in unbehandelter Form zu Schmuck verarbeitet werden zu können. Deshalb gibt es verschiedene Methoden, um einen Stein nachzubearbeiten, wie das Wachsen und Einölen, heute auch das Druckimprägnieren. Zur Verstärkung des oft dünnen Materials  wird mitunter eine Verstärkung mit härterem Material vorgenommen, das auch das Muttergestein sein kann. Dies nennte man eine Dublette und ist legal, um die Stabilität des Steines zu erhöhen. Allerdings muss der Käufer darauf hingewiesen werden. Ist der Stein in Metall gefasst, sieht man diese Unterlage zumeist nicht, kann aber davon ausgehen, dass das Schmuckstück dadurch wesentlich stabiler ist.

Wird der Türkis als Heilstein eingesetzt, soll er nur für kurze Zeit am Körper getragen, bzw. bei Bedarf verwendet werden. Man kann ihn in der Hosentasche mit sich führen, aber auch direkt auf die Haut auflegen.

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