Der Name hat tatsächlich mit dem Granatapfel zu tun. Zwar wurde er erst im Mittelalter „erfunden“, doch das lateinische Wort „granum“ für Korn oder Kern zeigt zum einen auf das Vorkommen des Minerals in Körnern hin, als auch auf die Ähnlichkeit mit den Kernen des Granatapfels. Andererseits ist auch die orangerote bis rotviolette Farbe von Blüte und Frucht des Granatapfels ähnlich der des Steines.

Die Bedeutung des Steins für Schmuck liegt schon in der Antike begründet. Der relativ bekannte Name Karfunkelstein wurde im Mittelalter geprägt und umfasste ein Trio von Granat, Spinellen und Rubinen. Sehr populär waren die Granate im 19. Jahrhundert. Damals kamen sie besonders oft in Böhmen vor und wurden bis nach Amerika gebracht.

Synonyme für Granat

Spessartin, Katoit, Alamndin, Majorit

Das Vorkommen des Granats

Ein Granat ist massiv und kommt körnig oder in Form makroskopischer Kristalle vor. Vereinzelt gibt es Stücke von bis zu 700 Kilogramm. Der Granat kommt in Gneis vor, Glimmerschiefer oder Eklogit sowie magmatischen Gesteinen. Heute kommen fast alle Granat-Steine aus Südafrika, den USA oder Sri Lanka. Allerdings gibt es auch Vorkommen in Brasilien, Österreich und der Schweiz sowie Nepal und Thailand. Sogar in Deutschland wurden schon Granate gefunden, in Indien und Madagaskar.

Entstehung des Granats

Der Granat entsteht, wenn bei silikatischen Peliten Metamorphosen ablaufen, die eine Temperatur von über 450 Grad Celsius haben. Bei geringer Temperatur entstehen Granatkristalle mit viel Spessartin, das bei höherer Temperatur almandinhaltiger wird. Ab ca. 900 Grad Celsius baut sich Granat ab und wird zu Spinell und Quarz.

Der Granat, bzw. die Granatgruppe kristallisieren sich meist als kubisches Kristallsystem und kommen fast immer als Rhombendodekaeders vor. Granate sind durchscheinend, manchmal sogar durchsichtig und haben viele Fremdbeimengungen, durch die sie undurchsichtig werden. Der Glanz ist bei unverwitterten Exemplaren glas- bis fettähnlich. Der Granat ist dunkel, meist rötlich, wobei auch verschiedene Grünvarianten existieren, Gelb und Orange sowie Rot und Rosa möglich sind. Farblose und braune Exemplare sind selten, aber existent. Sogar blaue Granate sind schon gefunden worden – die Strichfarbe ist bei allen Varianten weiß. Die Dichte von 3,5 bis 4,5 sowie die Härte zwischen 6,5 und 7,5 sorgen dafür, dass der Stein als Schmuck und auch in der Industrie verwendet werden kann.

Wirkungen des Granats

Wirkungen des Granats als Heilstein

Als Heilstein ist der Granat für die Kräftigung des Herzens bekannt, was schon Hildegard von Bingen herausfand. Auch bei Gicht und Fieber soll der Stein helfen. Fühlt sich dieser warm an oder bewegt sich, kann die Behandlung beendet werden. Auch auf den Scheitel aufgelegt, kann der Granat helfen, vor allem bei starken Kopfschmerzen. Eine positive Wirkung wird dem Grant nachgesagt, wenn man unter Abszessen, Hautkrankheiten und Entzündungen leidet, unter Bronchitis oder einer Schwäche von Milz und Nieren. Außerdem reguliert er die Tätigkeit der Schilddrüse bei Unter-und Überfunktion.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Wird der Granat zur Meditation verwendet, kann er das Sexualleben auffrischen und positive Wirkungen auf verschiedene Knochen und Organe bewirken. Das Sternzeichen, auf das der Granat am besten wirkt, ist der Skorpion. Auch Widder und Fische sind als Dekaden-bzw. Ausgleichsstein üblich.

Der Granat schenkt Halt und Zuversicht, Vertrauen und Hoffnung. Er gilt sogar als Hüter von tiefen Freundschaften. Die Legende sagt, dass sich der Stein nach schwarz hin verfärbt, wenn es in der Partnerschaft eine angespannte Situation gibt. Außerdem wird dem Stein nachgesagt, dass er Mut und Energie spenden könne, Willenskraft und Erfolg. Zudem hilft er bei Schwermut und Depressionen. Auch kann der Stein gegen feste Gewohnheiten helfen sowie das sogenannte „Helfersyndrom“, bei dem sich Menschen für andere fast völlig aufgeben, um zu helfen.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Granat wirkt auf das Wurzelchakra, aber auch das Herz-und Sakralchakra, das Dritte Auge und das Kronenchakra. Dem Stein wird nachgesagt, dass er als Schutzstein auf Reisen gute Dienste tut und daher immer mitgenommen werden soll. Schon früher, so geht die Sage, wurde der Granat auf Kreuzzüge mitgenommen, weil man dann als unverwundbar galt.

Des weiteren ist bekannt, dass der Stein von sehr leidenschaftlichen Menschen gemieden werden soll. Eine alte Überlieferung geht davon aus, dass der Stein auch „Carfunculus“ genannt wird, was soviel bedeuten würde wie „glühender Stein“. Er soll als Amulett schützende Eigenschaften aufweisen, aber kann auch sehr willensstarke Menschen zu sehr unterstützen.

Verwendungen des Granats

Als Schmuck ist der Granat sehr beliebt. Hier unterscheidet man den Kaprubin, eine dunkelrote Art des Granats, den Almandin und den Uwarowit (grün) sowie den Andradit, der hellgrün ist. Spessartin und Schorlomit sowie Melanit und Demantoid sind weitere Arten. Noch relativ jung ist der sogenannte Mandarinengranat, der wegen seiner orangenen Farbe so genannt wird. Granate haben in der Schmuckherstellung den Ruf als „Edelstein des kleinen Mannes“.

Außer als Schmuckstein wird der Granat auch als Schleifmittel eingesetzt. Seine hohe Härte ermöglicht dies zum Beispiel beim Sandstrahlen und Wasserstrahlschneiden.

Für die Heilwirkung des Granats ist das direkte Auflegen auf den Körper ideal. Allerdings nicht zu lange, da seine Wirkung stark ausfällt. Er kann mehrmals am Tage direkt mit Hautkontakt getragen werden. Genauso kann der Granat aber auch wirken, wenn er als Schmuckstein getragen wird.

Das Heilsteinwasser, welches aus dem Granat hergestellt werden kann, hilft besonders gut, wenn es am Morgen nüchtern getrunken wird. Auch dicht am Hals getragenen Ketten aus Granaten sollten Gutes tun.

Granat zum Kaufen

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