Der Quarz Karneol ist eine Varietät des Chalcedons. Er hatte und hat eine besondere Bedeutung als Schmuckstein. Der Name jedoch kann nicht eindeutig geklärt werden; lateinisch war im Mittelalter vom „corneolus“ die Rede, später war der Stein unter dem Begriff „cornelius“ bekannt. Schriften älteren Datums gehen davon aus, dass der Stein nach der Kornelkirsche bekannt wurde, wegen seiner Farbe. Im 18. und 19. Jahrhundert findet sich oft die Schreibweise „Karniol“.


Synonyme für Karneol

Carolin, Kornalin, Blut-Achat, Fleisch-Achat, Korallen-Achat

Das Vorkommen des Karneols

Bislang sind rund 120 Fundorte von Karneol bekannt. Unter anderem in Australien, Brasilien, Elsass und Lothringen sowie in Deutschland. Hier findet man den Karneol in Baden-Württemberg, Hessen und Bayern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Saarland und Thüringen. Des Weiteren gibt es Vorkommen in England und Schottland, Indien und Österreich, Polen und Russland, der Schweiz und der Slowakei sowie auf Sri Lanka. Auch Südafrika und Böhmen sowie die Krim, Ungarn und die USA sind für Karneole bekannt.

Entstehung des Karneols

Der Karneol kann als Überzug von Gesteinen oder Füllung von Hohlräumen auftreten. Außerdem findet man sie oft in den Geröllen von Flüssen, da sie sich aus ihrem ursprünglichen Gestein herausgelöst haben. Der Ursprung des Steines ist Siliciumdioxid, welche durch Vulkangesteine dringt und Eisenoxid aufnimmt. Die Aufnahme, deren Intensität und Art sorgen für die unterschiedlichen Farben des Steins.

Eigenschaften des Karneols

Der Stein zeigt sich in verschiedenen Farben, von allen möglichen Brauntönen über rosa bis orange kommt er vor. Manche Exemplare sind einfarbig, andere gestreift oder gefleckt. Sehr beliebt sind diejenigen Karneole, die auf den ersten Blick schwarz-rot erscheinen, beim Durchblicken gegen Licht aber feurig rot aussehen. Die ungewöhnliche Farbe haben Karneole durch Eisen, welches in verschiedener Menge im Stein auftritt. Das kann Eisenoxid ebenso sein wie Eisenhydroxid. In Indien hat man herausgefunden, dass man Rohsteine der Sonnenhitze aussetzen kann und sich dadurch das Eisenhydroxid in Eisenoxid umwandelt und daher die rote Farbe deutlicher wird. Diese Art der Bearbeitung war schon bei den Etruskern und Phrygern bekannt. Der Stein hat eine hohe Härte – 7 auf der 10 umfassenden Skala. Er bildet keine sichtbaren Kristalle, glänzt wachsartig matt und ist meist durchscheinend.

Wirkungen des Karneols

Wirkungen des Karneols als Heilstein

Hildegard von Bingen, die im 12. Jahrhundert lebte, wurde als Universalgelehrte verehrt. Auf sie gehen viele Überlieferungen zurück, was die Wirkung diverser Steine angeht. Sie zählte den Karneol zu den wichtigsten Heilsteinen. Sie war der Überzeugung, dass er gegen Kopfschmerz und Blutungen, Husten und Erkältungen im Allgemeinen hilft. Außerdem trägt er zu Vitalität bei, hilft bei Rheuma, Heuschnupfen und Zahnfleischbluten. Zudem kann er das Immunsystem stärken. Außerdem wird dem Karneol nachgesagt, dass er bei Unterleibsbeschwerden jeder Art helfen könne.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Der Karneol soll seinem Träger Mut und Durchhaltevermögen schenken. Er stärkt die Lebensfreude und sorgt für Engagement und Entscheidungsfreude. Der Besitzer des Steines kann sich darüber freuen, dass es gelingt, Wünsche zu erfüllen, sich zu Entscheidungen durchzuringen und beherzt zu handeln. Konzentrationsschwäche und Verwirrung lassen sich mit diesem Stein angeblich ebenso bekämpfen wie Unentschlossenheit und Zaudern.

Wirkungen für den reinen Geist

Das Wurzelchakra und das Sakralchakra sind Partner des Steins. Es wird eine besondere Wärme im Unterleib erreicht. Außerdem kann der Stein auf die Bedürfnisse des Herzens eingehen und verhilft zu den richtigen Entscheidungen in Liebe und Ehe. Der Karneol ist der Partner der Stier-Geborenen. Auch dem Widder kann er hilfreich zur Seite stehen, weil er diesen auf den Boden der Realität zurückholt. Auch beim Zwilling sorgt er für Offenheit und Lebendigkeit; ist aber auch für Skorpion, Löwe und Krebs gut einsetzbar.

Verwendungen des Karneols

Besonders durch seine hohe Härte ist es möglich, den Stein zu robustem Schmuck zu verarbeiten. Er wird für Ringe und Ketten benutzt. Auch Kunstwerke, wie Skulpturen, sind daraus schon gefertigt worden. Es gibt sogar bekannte Schmuckstücke, die einen solchen Karneol tragen, wie zum Beispiel der „Ring von Tello“, von ca. 2500 v. Christi, der heute im Louvre zu sehen ist. Im Alten Ägypten galt der Stein bei Bestattungsritualen als wichtig, und war wegen seiner an Blut erinnernden Farbe auch als „Lebensstein“ bekannt. Karneole wurden auch als Grabbeigaben bei Tutanchamun gefunden.

Überliefert ist zudem, dass Martin Luther einen Siegelring aus Gold mit einem Karneol trug, in den sein Wappen, die Luther-Rose, eingeschnitten wurde. Er wurde um 1530 angefertigt und ist heute im Grünen Gewölbe des Dresdner Schlosses zu sehen.

Heute tritt der Karneol als Schmuckstein vor allem in Glattschliff oder als Gemme auf, und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Wird der Karneol als Heilstein benutzt, so kann er besonders gut helfen, wenn er länger getragen wird (etwa als Schmuck). Er kann auch auf die betroffenen Stellen aufgelegt oder direkt auf der Haut getragen werden. Möglich ist es außerdem, den Stein zu lutschen, was bei Zahnproblemen helfen soll, ihn als Badezusatz zu verwenden, oder als Edelstein-Wasser zu sich nehmen. Dieses sollte auf nüchternen Magen getrunken werden.

Karneol zum Kaufen

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