Der Opal hat eine große Bedeutung als Schmuckstein – wegen seines bunten Farbenspiels, das oft blaugrün ist. Der Name soll dem lateinischen „opalus“ entlehnt sein, dass für „kostbarer Stein“ steht. Eine andere Variante ist, dass der Name Opal vom griechischen „opallios“ stammt, was soviel wie „Farbwechsel“ heißt. In der Antike hatten die Opale eine große Bedeutung, wobei sie sogar höher als Diamanten bewertet wurden. Eine besondere Bedeutung haben die sogenannten Edelopale, die mit besonders lebhaften und opalisierenden Farbenspiel aufwarten können. Sie werden besonders gern in der Schmuckindustrie verwendet. Die Feueropale stammen aus Mexiko; sie werden ebenfalls zu den Edelopalen gerechnet, obwohl das typische Farbenspiel fehlt. Sie haben eine gleichmäßige, durchsichtige Farbe. Helle Opale werden mitunter als „Weiße Opale“ bezeichnet.

Synonyme für Opal

Weese, Fiorit, Granulin, Beese, Lechosos, Paederos, Neslit, Santilith, Sillolith, Waise, Viandit

Das Vorkommen des Opals

Vorkommen des Steins sind gar nicht so selten – derzeit sind über 3.000 Fundorte weltweit bekannt. Doch Australien ist dabei die unangefochtene Nummer Eins.  Von hier kommen rund 95 % aller Opale, während aus Mexiko etwa 4 % stammen und sich der Rest der Welt in das verbleibende Prozent teilt. In Deutschland gibt es bei Eibenstock in Sachsen ein Vorkommen, das die sogenannten „Eibenstock-Opale“ hervorbringt. Auch in der Steiermark sind Opale gefunden worden.

Weitere Vorkommen gibt es in Indonesien und Neuseeland, Sambia und Äthiopien, Mexiko und Brasilien sowie Peru. Auch in Kasachstan und der Türkei wurden schon Opale gefunden. Wahrscheinlich in der Römerzeit wurden in der Slowakei Opale abgebaut. Von dort stammt auch der größte Fund in Europa: ein fast 600 Gramm schwerer Opal, der seit 1672 in der kaiserlichen Schatzkammer in Wien zu sehen ist. Frankreich und Island sowie Tschechien sind weitere Abbaugebiete in Europa.

Wie die NASA 2008 bekanntgab, werden auf dem Mars große Flächen von Opal vermutet.

Erstmals ein Opal entdeckt wurde 1849 in Australien durch Zufall. Erst 1890 wurde der Abbau im größeren Maße begonnen.

Entstehung des Opals

Der Opal entsteht durch Flüssigkeitsansammlungen, die kieselsäurehaltig sind. Diese setzen sich in verschiedenen Gesteinen fest, wie zum Beispiel Tuff. Dies kann aber auch in organischem Material sein, wo dann beispielsweise der Holzopal entsteht. Meist wird der Opal begleitet von Chalcedon. Der Wassergehalt des Opals verdunstet, sodass das Kieselsäure-Gel zu einer festen Konsistenz findet. Ein geringer Teil des Wassers verbleibt allerdings im Gestein, sodass die Opale einen unterschiedlich hohen Wasseranteil haben. Dass der Opal so unterschiedliche Farben hat liegt daran, dass die darin enthaltenen Spurenelemente voneinander abweichen, wie Kupfer, Nickel, Silber, Kobalt und Eisen. Einige Opale, wie der Feueropal aus Mexiko, sind im vulkanischen Gestein entstanden.

Eigenschaften des Opals

Der Opal hat eine Härte von 5,5 bis 6,5 und liegt daher im Mittelfeld der Tabelle nach Mohs. Da sein Wassergehalt schwankt, ist auch die Härte nicht gleichbleibend. Denn je mehr Wasser im Stein enthalten ist, um so weicher ist er. Auch die mit 2-2,2 angegebene Dichte ist vom Wassergehalt abhängig. Der Stein hat keine Spaltbarkeit und bricht eher splittrig. Die Farbe des Opals ist äußerst vielfältig und kann von farblos-grau bis zu rot und gelb variieren. Seine Strichfarbe ist weiß; seine Transparenz undurchsichtig, manchmal durchscheinend. Der Stein hat einen Fettglanz und opalisierendes Farbspiel. Manche Exemplare weißen einen Perlmuttglanz auf. Letzterer entsteht durch Interferenz und Reflexion der Lichtstrahlen zwischen den einzelnen Kügelchen des Kieselgels, die nur zwischen 150 und 400 Nanometer große sind. Die Besonderheit bei Edelopalen ist, dass dessen Kieselkugeln etwa gleich groß sind und in regelmäßiger Anordnung dicht aneinander liegen. Kalilauge und Fluorwasserstoffsäure können den Opal auflösen. Der Stein schmilz bei großer Hitze über offener Flamme nicht, wie viele andere Mineralien, sondern knistert und wird matt.

Der Wert eines solchen Steines wird vor allem von seiner Farbe bestimmt und wie selten diese auftritt. Teuer ist rot, weil dies eine Rarität ist. Außerdem eine Rolle spielen die Dicke der Opalschicht, die Schönheit der Maserung und der Schliff, das Gewicht und die Verarbeitung.

Wirkungen des Opals

Wirkungen des Opals als Heilstein

Der Opal wirkt auf Herz, Darm und Magen. Die Aufnahme von Eisen wird verbessert und die Niere unterstützt. Er kann Verdauungsprobleme beheben und wirkt gegen Ausschläge der Haut. Auch sexuelle Unlust und Potenzschwäche werden vom Opal gemindert, während Halsentzündungen verschwinden und Blutarmut sowie Magersucht und Fieber sowie Rheuma gelindert werden können. Außerdem wirkt der Opal gegen Nierenprobleme, Erschlaffung und Schwäche.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Der Opal steht für Lebensfreude, Kreativität und Gelassenheit. Er soll gegen Hemmungen und Depressionen helfen. Außerdem kann er Blockaden lösen und den Energiefluss positiv beeinflussen. Der Stein wirkt unterstützend bei Antriebslosigkeit und Trägheit sowie seelischer Erschöpfung. Außerdem fördert er Zufriedenheit und Kommunikation, Selbstwert und Willenskraft. Der Opal gilt als Muntermacher und emotionshebend.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Opal wird in Indien als Glücksbringer verehrt. Bei den Ureinwohnern Australiens gilt er als „Stein der 1000 Lichter“. Im Orient sagt man über den Opal, er sei der „Stein der Hoffnung“. Überall gilt, dass das Tragen des Steines die Lebenslust erhöht und seinem Besitzer Gutes tut. Seine Wirkung auf das Chakra liegt besonders im Scheitel-, Herz-, und Basischakra. Er wird bei den Tierkreiszeichen der Jungfrau zugeordnet, dem Skorpion, dem Steinbock, dem Wassermann und der Waage.

Verwendungen des Opals

Der Opal hat nicht immer Edelsteinqualität, die als Schmuckstein taugt. Die auserkorenen Exemplare werden fast immer zu Cabachonen geschliffen. Damit das schillernde Rot gut zur Geltung kommt, wird der Feueropal oft mit einem Facettenschliff versehen.

Es gibt verschiedene Varianten, die je nach Häufigkeit und Wert zu Schmucksteinen verarbeitet werden. So der Solid Opal, der einzigartig und ohne besondere Verarbeitungsmethoden veredelt wurde. Dann der Dublet Opal, der sich aus zwei Teilen zusammensetzt. Dabei besteht der Obere aus einem wertvollen Opal, der mit dem Muttergestein verbunden ist. Der Triplet Opal ist ein dreifaches Gebilde aus in der Mitte Opal, oben Quarz und unten Muttergestein.

In der Schmuckindustrie werden häufig sogenannte Tripletten ausgeführt. Opale verlieren mit der Zeit immer mehr Wasser und es entstehen dadurch Risse, die die Schönheit stören. Aus diesem Grund wird die Opalschicht durch eine aufgeklebte Schicht von Bergkristall, Hartglas oder Bleiglas geschützt, während eine dünne, tragende Schicht des harten Muttergesteins unten stehen bleibt. Um Risse im Alter zu verhindern, können Opale in feuchter Watte aufbewahrt werden. Der Stein soll nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

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