Der Rhodonit ist ein Mineral mit einer rötlichen bis dunkelroten Farbe, die auch ins Rotbraune oder graugelbe spielen kann, welches als Schmuckstein verwendet wird. Der Name des Rhodonits ist aus dem Altgriechischem abgeleitet und bedeutet so viel wie „Rose“ oder auch „Rosenduft“. Im Lateinischen ist das Wort als „Rosa“ zu finden, worüber es zur deutschen „Rose“ kam. 1819 gibt es erste Aufzeichnungen über den Stein durch Christoph Friedrich Jasche, der ihm aufgrund der Farbe diesen Namen gab. Wahrscheinlich stammte dieses erste wissenschaftlich bearbeitete Gestein dieser Sorte aus Elbingerode im Harz. In diesem Mittelgebirge, halb in Niedersachsen, halb in Sachsen-Anhalt gelegen, sind noch heute Rhodonitvorkommen zu verzeichnen.

Synonyme für Rhodonit

Pajsbergit, Mangankiesel, Himbeerspat, Inkarose, Rotspat, Rotstein, Tomosit, Manganolith, Allgit, Hermannit, Heteroklin, Hornmangan, Kapnikit, Manganamphibol, Mangan-Jaspis

Das Vorkommen von Rhodonit

Rhodonit wurde bisher an etwa 700 Fundorten weltweit nachgewiesen, was ein eher seltenes Vorkommen belegt. Darunter sind Argentinien und Australien, Bolivien und Brasilien, Bulgarien und China sowie Costa Rica. In Deutschland findet man dieses Mineral in Hessen und im Spessart, im Harz und in Rheinland-Pfalz. Auch Frankreich und Finnland sowie Griechenland und England, Wales, Indien und Indonesien, Italien und Japan haben Fundstellen, sowie weitere Ländern innerhalb und außerhalb Europas.

Entstehung des Rhodonits

Die Entstehung des Rhodonits wird einem manganreichen und metamorphen Gestein zugeschrieben, wobei auch hydrothermale Vorgänge in Erzgängen dafür verantwortlich sein können. Andere Minerale begleiten das Rhodonit häufig, wie Willemit, Galenit, Magnetit oder Calcit.

Kaum ein Stein ist so intensiv rot wie der Rhodonit. Er besitzt eine Härte von 5,5 bis 6,5 und eine Dichte zwischen 3,57 und 3,76. Er ist gut spaltbar und bricht muschelig bis uneben. Die Strichfarbe des Minerals ist weiß, wobei der Stein an sich in seiner rötlichen Farbe durchsichtig oder durchscheinend ist. Der Rhodonit glänzt glas- bis perlmuttartig. Sein Glanz und seine Farbe können sich durch Schliff und entsprechende Behandlung ein wenig verändern, da immer neue Gesteinsschichten zu Tage treten, die andere Einschlüsse vorzuweisen haben.

Wirkungen des Rhodonits

Wirkungen des Rhodonits als Heilstein

Der Rhodonit soll hauptsächlich auf Muskeln und Blut wirken. Vor allem Verhärtungen und Verspannungen werden damit gelöst. Er entgiftet das Bindegewebe und hilft bei Insektenstichen, Narbenheilung und Wundheilung sowie Verbrennungen. Auch auf die Atemwege kann er positiv einwirken. Bei Bronchitis, Lungenentzündung und gestörter Sauerstoffaufnahme wird der Stein empfohlen. Im Allgemeinen wird er zur Stärkung des Immunsystems verwendet, kann unterstützend bei einer Therapie gegen Parkinson und multipler Sklerose wirken, stärkt die Knochen und fördert die Durchblutung. Außerdem soll der Rhodonit die Fruchtbarkeit fördern. Insgesamt ist der Rhodonit geeignet, Gift aus dem Gewebe zu spülen und Herz sowie Kreislauf zu stärken.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Dieser Stein kann helfen, mehr Begeisterung und Optimismus auszustrahlen und mutig in einen neuen Lebensabschnitt zu gehen. Der Rhodonit wird dem Tierkreiszeichen Stier zugeordnet, wobei er für andere Sternbilder als Nebenstein fungiert. Der Stein fördert die Kritikfähigkeit und innere Ruhe, Konstruktivität und Wachsamkeit, und verhilft zu einer gewissen Jugendlichkeit. Auch unterstützt er Talente und Fähigkeiten und hilft, diese überhaupt zu finden und zu fördern. Im Allgemeinen gilt er als guter Stein für Berufsanfänger, da er bei Veränderungen und Erneuerungsprozessen eine gute Wirkung hat. Bei Kindern wird der Stein gern angewendet, wenn sich diese als besitzergreifend und nachtragend sowie neidisch und eifersüchtig zeigen, und dies länger anhält.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Stein kann dafür sorgen, dass Sie nach Schicksalsschlägen die geistige Kontrolle bewahren, wie bei Trauer und Trennungen. Auch in Konfliktsituationen sorgt er für Verständnis. Außerdem lindert der Rhodonit Prüfungsangst und andere Ängste. Der Rhodonit wirkt sehr gut auf das Wurzelchakra. Auch ist er für Meditationen geeignet und steigert das Selbstvertrauen. In früheren Zeiten war der Rhodonit der Stein der Wandernden, weil er diese unterwegs vor Gefahren beschützen sollte.

Verwendungen des Rhodonits

Der Rhodonit ist vor allem als Schmuckstein bekannt. Durchsichtige Steine werden mit Facettenschliff versehen; andere werden zu Cabochonen oder Perlen geschliffen. In Form von Halsketten oder anderen kunstgewerblichen Gegenständen wird der Stein genutzt. Durch seine intensive Farbe und die eventuellen farblichen Einschlüsse kann er zu interessanten Gestaltungen anregen. Perlenketten aus diesem Stein sind sehr beliebt und werden in verschiedenen Ländern hergestellt.

Eine andere Art der Verwendung ist die als Heilstein. Dafür soll er am besten in der Nähe des Herzens getragen werden. Enthält der Stein keine schwarzen Muster, so kann er für Heilsteinwasser genutzt werden. Denn die schwarzen Einschlüsse enthalten Mangan und sind giftig. Die Wirkung des Heilwassers wird als stark beschrieben. Doch man kann den Stein auch in Form von Schmuck am Körper tragen (Ketten sind besonders gut für die Nähe zum Herzen), oder den Rhodonit auf die nackte Haut auflegen. Auch unter dem Kopfkissen soll er helfen, besonders wenn es um Eigenschaften geht, die verändert werden sollen, wie mehr Selbstvertrauen oder die Wandlung von Ängsten. Vor Prüfungen kann dies sehr nützlich sein, um sich nicht der Prüfungsangst beugen zu müssen.

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