In jeder Farbpalette ist es zu finden – das Rubinrot. Jeder verbindet mit Rubin eine kräftige, rote Farbe. Und tatsächlich gibt es den Rubin auch nur in Rot – wenn auch variierend zwischen blass-und dunkelrot. Andere Farben des gleichen Steins werden als Saphir bezeichnet. Die Bezeichnung kommt aus dem lateinischen und bedeutet „der Rote“. Die Bedeutung des Steines ist vielfältig, denn schon im Alten Vergleichament wird er erwähnt, und gilt als Sinnbild des königlichen Stammes Juda. In Indien hat der Stein eine große Bedeutung als Talisman.

Der Rubin hat seinerzeit für einige Dinge gesorgt, die nach ihm benannt wurden: in erster Linie natürlich die Farbe, die auch in verschiedensten Beschreibungen immer für ein kräftiges und sattes Rot steht. Zum anderen gibt es die Rubin-Hochzeit, den 40. Jahrestag der Eheschließung.

Synonyme für Rubine

Demantspat, Anthrax, Hartspat, Harmophan, Smyris, Taubenblut, Karfunkel, Ballas

Das Vorkommen von Rubinen

Die Rubine sind fast überall auf der Welt zu finden. Besonderes begehrt sind jene aus Asien, die in Sri Lanka, Thailand und Myanmar gefunden werden. Indien, China und Pakistan sowie Afghanistan sind ebenfalls Heimatländer der Vorkommen. Kenia und Tansania bringen Steine mit hohem Wert hervor, während es in Südamerika und Nordamerika sowie Australien nur geringe Funde gibt. Auch Europa kann Rubine vorweisen: in Mazedonien zum Beispiel, Norwegen und Grönland sowie Finnland. Seit den 60er Jahren werden Rubine auch in Ostafrika gefördert. Der größte jemals gefundene Rubin ist bis heute unbehandelt und stammt aus Myanmar. Dort wurde er 1993 ans Tageslicht befördert und bekam den Namen The Mogok Sun. Ein Rubin mit etwa 250 Karat Gewicht ist in der böhmischen Wenzelskrone zu finden und einige andere hochwertige Rubine sind in Ausstellungen zu bewundern, wie im British Museum of Natural History in London. Insgesamt ist der Rubin ein häufig vorkommender Stein, wenn auch in unterschiedlichen Qualitäten. Wirklich reine Rubine, die als Edelsteine verwendet werden, sind weit weniger häufig als die Vorkommen an sich.

Entstehung des Rubins

Der Rubin wird hauptsächlich in magmatischen Gesteinen gefunden, wie beispielsweise dem Granit, aber auch in Marmor. Flussablagerungen können ebenfalls den Rubin beinhalten. Der Stein enthält Chrom, was normalerweise zu einer grünlichen Färbung führt, aber beim Rubin durch Ionisation zu Rot wird.

Eigenschaften des Rubins

Die rote Farbe des Steines ist weltweit bekannt, da sogar die Farbe zuweilen danach benannt wird. Sie ist darauf zurückzuführen, dass Chrom enthalten ist. Außerdem hat der Stein sogenannte Rutilnadeln mit einem seidigen Glanz. Mancher der Rubine bildet eine Verwachsung aus mehreren Kristallen, die wie ein Rad mit Speichen aussehen. Diese haben eine extra Bezeichnung bekommen: „Trapiche-Rubine“. Wird der Rubin glatt geschliffen, kann er das Aussehen von sorgsam bearbeitetem Wurzelholz annehmen, da sein Rot mitunter bräunliche Töne annimmt. Der Rubin kann durchscheinend bis durchsichtig sein und hat einen matten Glanz. Besonders durchsichtige, reine Rubine haben bisweilen sogar einen Glasglanz.

Wirkungen des Rubins

Wirkungen des Rubins als Heilstein

Die Wirkung des Rubins ist besonders auf Nieren, Milz und Kreislauf sowie Herz stark. Er kann zudem auf Erkrankungen des Blutkreislaufs und Krampfadern wirken, gegen niedrigen Blutdruck und Entzündungen verschiedener Art. Der Rubin soll gegen Hormonschwankungen eingesetzt werden, und ist als Schutzstein bei Schwangerschaft und Wechseljahresbeschwerden bekannt. Zudem kann er die Sexualität aktivieren und fördern. Im Allgemeinen wirkt der Stein auf Fieber, Infektionen und das Herz, hilft bei chronischer Müdigkeit und Kopfschmerzen, und trägt zu einer allgemeinen Verjüngung bei. Der Rubin unterstützt das Immunsystem, indem er fiebertreibend wirkt. Der selten vorkommende Sternrubin soll bei Leukämie und Gewichtsproblemen helfen, sowie bei Multipler Sklerose. Die Heilkraft des Rubins war schon der Universalgelehrten Hildegard von Bingen bekannt, die ihn bei niedrigem Blutdruck anwendete.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Ein Rubin ist der Stein für Liebe und Sexualität. Er macht sich bemerkbar in der Lebenskraft und Hingabe, wirkt vitalisierend und dynamisch. Der Rubin wird als Schutzstein gegen das Böse eingestuft. Er wirkt unterstützend bei Lethargie bis hin zur Depression, und hilft aus einem tiefen Tal heraus, zum Beispiel in Trauerfällen. Der Rubin fördert die Lebensfreude und das Selbstbewusstsein, die Leidenschaft und die Leistungsfähigkeit. Laut Hildegard von Bingen zufolge weichen „Luftgeister“ den Menschen aus, die Rubine tragen.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Rubin wirkt besonders auf das Wurzelchakra, aber auch auf das Herzchakra. Auch das Basischakra wird dem Rubin zugeordnet. Der Stein soll für Meditationen verwendet werden, die vor allem Blockaden lösen können. Das Sternzeichen des Rubins ist der Widder. Er fördert dessen Kreativität und treibt ihn an, seine Ziele zu verwirklichen. Außerdem wirkt der Rubin auf die Leidenschaft und damit auf neu entdeckte Partnerschaften. Zudem gilt der Rubin als wichtiger Nebenstein für Skorpion und Jungfrau. Dieser schenkt er besonders viel Lebenskraft, während er beim Skorpion ähnlich wie auf den Widder wirkt. Auch Löwe und Krebs können vom Rubin profitieren. Dem Stein wird zudem nachgesagt, dass er vor Intrigen warnt und vor neidischen Menschen bewahrt. Der Rubin ist angeblich ein männlicher Stein, der für endlose Kraft steht und hilft, über Misserfolge schneller hinwegzukommen.

Verwendungen des Rubins

Die hauptsächliche Verwendung des Rubins ist als Schmuckstein. Dabei werden Facetten- wie Cabochon-Schliff angewendet, je nach optischen Voraussetzungen des Steins. Solche, die kräftige rote Farben aufweisen oder sogar einen bläulichen Schimmer haben, werden besonders hoch bezahlt, wobei schwach farbige Exemplare durch Brennen zu kräftigeren Farben gebracht werden.

Eine ganz andere Art der Verwendung von Rubinen sind hochwertige Uhrwerke, in denen sie als Lager-und Palettenstein eingesetzt werden. Auch sind kleinste Rubine an Taststiften von Koordinatenmessgeräten und Tonabnehmern (zum Beispiel Plattenspielern) eingebaut.

Als Heilstein sollte der Rubin direkt auf der Haut getragen werden. Für die Wirkung auf das Wurzelchakra sollte der Stein mehrmals wöchentlich für einige Minuten aufgelegt werden. Außerdem kann der Rubin in Wasser eingelegt werden, wodurch das Heilwasser entsteht. Die Wirkung wird als besonders kräftig bezeichnet, deshalb soll es auch in Maßen verwendet werden. Wer den Rubin als reinen Stein oder in Form von Schmuck am Körper trägt, sollte dies nicht länger als sechs Stunden am Tag tun. Denn dann kann seine starke Wirkung zur Belastung für den Körper werden. Um als Heilstein zu wirken, soll eine Kette nicht geknotet, sondern mit einem Silber-oder Goldverschluss versehen sein.

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