Der Smaragd ist eine Varietät des Berylls. Das Wort stammt vom lateinischen „samaragdus“ ab, was für grüner Stein steht, und ist verwandt mit „Sanskrit“ (grün). Man nimmt an, dass die Wortschöpfung semitischen Ursprungs ist. Eine herausragende Bedeutung hat der Stein als Schmuckstein, der aber nicht nur für Körperschmuck, sondern auch für Kunstgegenstände verwendet wird.


Das Vorkommen von Smaragden

Smaragde wurden schon im alten Ägypten abgebaut. Denn schon um das 13. Jahrhundert v.Ch., so hat man festgestellt, wurden die Steine dort der Erde abgerungen. Im Orient waren die Smaragde damals schon sehr begehrt, vor allem in Persien und bei den Osmanen. Die Spanier, die im 16. Jahrhundert Südamerika eroberten, lernten dort diese Steine kennen, die von Kolumbien bis nach Chile und Mexiko gehandelt wurden. Die I.G. Farben in Bitterfeld konnte 1935 als erste synthetische Smaragde in schleifbarer Qualität herstellen. Sie bekamen den Namen Igmerald (aus I.G. für den Firmennamen) und emerald (englisch für Smaragd).

In Brasilien wurde der größte Smaragd aller Zeiten gefunden, der den Namen Teodora (Gottesgeschenk) erhielt. Er wog über 11 Kilogramm. Auch der Zweitgrößte ist sehr bekannt, erhielt aber keinen individuellen Namen: er wiegt fast 7 Kilogramm. Dieser stammt aus Madagaskar, wo er 2009 gefunden wurde, und ist bislang zweimal der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert worden.

Der Smaragd kommt verhältnismäßig häufig vor, wobei Kolumbien nach wie vor das Hauptland des Steins ist. Doch es gibt Vorkommen unter anderem in Indien und Brasilien, Australien und Mosambik, Tansania, Norwegen, Österreich, Pakistan und Russland, Sambia und Südafrika.

Entstehung des Smaragds

Smaragde kommen in Pegmatit-Adern vor, hauptsächlich in Granit, aber auch in Gneis oder Flusssedimenten. Meist sind die Kristalle nur wenige Zentimeter groß und durch Risse oder Einschlüsse sowie Beimengungen in der reinen Qualität beeinträchtigt. Der Smaragd bildet sich hydrothermal oder als Metamorphose zwischen chromhaltigen und alu-berylliumreichen Gesteinen. Der Chromanteil ist es, der für die auffällig grüne Farbe verantwortlich ist.

Eigenschaften des Smaragds

Smaragde haben eine relativ große Härte von 7,5 bis 8. Der Stein ist grün, was sich durch Beimengungen von Chrom und Vanadium-Ionen ergibt. Die Strichfarbe ist weiß.  Eine Besonderheit der Natur sind die sogenannten Trappiche-Smaragde, die durch seltene Einschlüsse aussehen wie ein Wagenrad mit sechs Speichen. Diese kommen hauptsächlich aus Kolumbien. Der Glanz des Steines ist glasartig, und seine Farbe kann von hell- bis dunkelgrün variieren, wobei er mitunter durchsichtig, manchmal aber auch undurchsichtig auftritt.

Wirkungen des Smaragds

Wirkungen des Smaragds als Heilstein

Hildegard von Bingen war davon überzeugt, dass der Smaragd einer der am besten wirksamsten Heilsteine sei, und setzte ihn gegen Kopfschmerzen, Epilepsie, Schmerzen im Allgemeinen und noch weitere Gebrechen ein. Zudem war sie überzeugt, dass der Smaragd für Herz und Magen Gutes tut. Der Smaragd soll auf kranke Körperregionen aufgelegt werden, oder man kann das aus ihm hergestellte Heilwasser trinken. Dieses soll besonders kräftig wirken. Außerdem tut der Smaragd gut, wenn Thymusdrüse und Atemwege (Erkältung, Bronchialprobleme bis hin zur Lungenentzündung) in Mitleidenschaft gezogen sind. An den Augen hilft er bei Kurz-und Weitsichtigkeit, Entzündungen und müden Augen sowie Bindehautentzündung. Die Verdauung wird entgiftet und entsäuert. Er hilft angeblich bei Sehnenscheidenentzündungen, eitrigen Wunden und Schwellungen, Rheuma und Gelenkschmerzen. Allgemein wird er eingesetzt gegen hohen Blutdruck, Schlaflosigkeit und Neurodermitis sowie Schnarchen. Besonders bei Letzterem soll er gute Ergebnisse erzielen.

Der Smaragd soll die Selbstheilungskräfte aktivieren können. Außerdem wird er gern gegen Kinderkrankheiten eingesetzt, selbst wenn diese bei Erwachsenen auftreten. Durch seinen Chromgehalt wirkt der Stein entgiftend in jeder Richtung. Bei Schmerzen in der Wirbelsäule soll er direkt aufgelegt werden, was zu einer Beruhigung führt. Gestresste und übermüdete Augen kann man angeblich mit Smaragdwasser waschen, damit sie wieder munter und frisch werden. Selbst Fehlsichtigkeit bei Kindern wird mit dem Stein korrigiert, wenn ihn diese lange genug bei sich tragen und intensiv damit beschäftigen.

Wirkungen auf Seele und Gefühl

Schon früher war der Smaragd ein Zeichen für Schönheit, Gerechtigkeit und Harmonie. Deshalb soll er seinem Träger seelisches Gleichgewicht und Klarheit bringen. Zudem befreit der Smaragd von Vorurteilen und steht für Hoffnung und Weiterentwicklung. Der Smaragd wird auch „Stein der göttlichen Eingebung“ genannt, was seine Geistesblitze erklärt, die er dem Träger angeblich zukommen lässt. Der Stein unterstützt bei Problemen mit Nervosität, Stillstand und Unruhe sowie Aggressivität. Er soll die Ausgeglichenheit fördern, auch Disziplin und Selbstbestimmung, Lebenslust und Kreativität sowie Freundschaft und eine harmonische Partnerschaft. Außerdem steht er für Ruhe und Frieden, was oft schon die Lösung einiger Probleme darstellt. Denn der Stein wirkt auf seinen Besitzer intuitiv und problemlösend.

Wirkungen für den reinen Geist

Der Smaragd wird dem Herzchakra zugeordnet. Überdies sollen Meditationen mit dem Stein äußerst hilfreich sein und Blockaden lösen. Der Stein ist wichtig für die im Sternbild Krebs Geborenen. Der Edelstein schützt vor negativen Einflüssen und verleiht emotionale Stabilität. Außerdem ist er ein Nebenstein für Stier-Geborene, denn ihnen kann er bessere Konzentration vermitteln und Erkenntnisse bringen. Träger eines Smaragdes beschenken ihre Umgebung mit verbindlicher Freude und Herzlichkeit, was auf diese auch wieder zurückstrahlt. Wer den Stein bei sich hat, wird Ungerechtigkeiten nicht dulden und Weitblick in der Planung beweisen. Außerdem steht er für Kompetenz und Harmonie sowie künstlerische Inspiration.

Verwendungen des Smaragdes

Der Smaragd wird in vielen Kulturen als sehr begehrter und wertvoller Schmuckstein geschätzt. Die Smaragde aus Brasilien haben teilweise wegen ihrer intensiv grünen Farbe einen höheren Wert als ein Diamant gleicher Größe. Der Abbau von Smaragden ist für die betreffenden Länder ein nicht zu unterschätzender Exportschlager. Allein Kolumbien kann jährlich Steine im Wert zwischen 150 und 400 Millionen US-Dollar exportieren.

Die Smaragde haben auch eine große Bedeutung bei Kunstwerken erlangt, nicht umsonst dreht ein berühmtes Märchen ebenfalls um diese Steine: bekannt als der „Zauberer von Oz“ oder „Der Zauberer der Smaragdenstadt“. Denn die grünen Steine stehen für Reichtum und Macht.

Als Heilstein wirkt er am besten durch direkten Hautkontakt, wenn er auf die betreffende Stelle aufgelegt wird. Auch die Einnahme von Heilwasser soll helfen. Zudem kann er in der Hosentasche getragen und zur Meditation verwendet werden. Esoteriker sagen, dass Ketten aus Smaragden nicht geknotet werden sollen, sondern immer mit Gold gefasst und auch mit ebensolchen Verschlüssen versehen werden müssen.

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